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Haupteingangsbereich zum Künstlermuseum Heikendorf. Foto: Hans-Dieter Reinke

Seit dem Jahre 2000 gibt es im Osten Kiels nahe der Ostsee das Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde, das im ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des Künstlers Heinrich Blunck und einer neu errichteten Ausstellungshalle untergebracht ist. Neben der Präsentation von Werken der Heikendorfer Künstlerkolonie finden regelmäßig Wechselausstellungen regionaler und europäischer Kunst statt. Zusammen mit dem Museum wurde auch der anliegende Blunck'sche Garten als Künstlergarten entwickelt und bietet heute für die Besucher zusammen mit der Kunstausstellung ein schönes Gesamterlebnis aus Natur und Kunst.

Das heutige Museumsgebäude in Heikendorf wurde 1865 als zweigeschossiger Ziegelbau errichtet und konnte 1923 zusammen mit dem großen, von Hecken und Knicks begrenzten Grundstück sowie dem Fachwerkschuppen von dem Künstler Heinrich Blunck (1891-1963) und seiner Frau Käte (1901-1991) erworben werden. Erweiterungsbaumaßnahmen wie der zweigeschossige Atelieranbau und die kleine Veranda sind heute noch gut erkennbar.

Ideen und Bemühungen, das Wohnhaus zu einem Künstlermuseum zu entwickeln und eine entsprechende Stiftung zu gründen, gab es relativ frühzeitig und sie wurden auch von der 1991 verstorbenen Witwe des Künstlers unterstützt, zumal damit auch die Verwaltung, Erhaltung und Präsentation des Gesamtwerkes Heinrich Bluncks und anderer Heikendorfer Künstler verbunden sein sollten. Die 1995 vom Land anerkannte gemeinnützige Heinrich-Blunck-Stiftung ist Trägerin des heutigen regionalen Kunstmuseums, das nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten am Wohnhaus und dem Neubau einer Ausstellungshalle im September 2000 eröffnet werden konnte.

Im restaurierten und umgebauten Wohnhaus mit den historischen Atelierräumen des Künstlers Heinrich Blunck, das im Jahre 2014 unter Denkmalschutz gestellt wurde, kann man heute in einer Dauerausstellung am authentischen Ort die Geschichte der Malerei vom norddeutschen Impressionismus bis zum ausklingenden Expressionismus nacherleben. Neben Blunck, dem Meister der feurigen Farben, ist die Zeit etwa um die Jahrhundertwende bis ins 20. Jahrhundert hinein mit weiteren Namen der sogenannten Heikendorfer Künstlerkolonie verbunden, zu denen ­Georg Burmester, Rudolf Behrend, Werner Lange, Oscar Droege und Jeane Flieser als weitere wichtige Vertreter gehören. Werke und Arbeitsstätten dieser Künstlergruppe sind im historischen Gebäude zu besichtigen, in dem auch eine Lithografiewerkstatt im Erdgeschoss vorhanden ist. Hier können zu bestimmten Workshopterminen auf der 100 Jahre alten Steindruckpresse Druckarbeiten durchgeführt werden.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 44/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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