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Der Name "Anis-Ysop" ist ein wenig irreführend. Dafür ist die Duftnessel aber eine leckere Tee- und Gewürzpflanze.

Salbei "Cerro Potosi" zeigt wunderschöne Blüten. Fotos: Karin Stern

Nach der Sommerhitze keimen Klassiker wie Petersilie, Kerbel und Majoran sehr zügig im warmen Boden. Und im Gartenmarkt findet sich noch eine große Auswahl kräftiger Jungpflanzen zur Erweiterung der Kräuterecke.

Wenn Petersilie jetzt direkt ins Beet gesät wird, zeigt sich innerhalb von sieben bis zehn Tagen das erste Grün. Im Frühjahr muss man mindestens doppelt so lange rechnen und die Pflanzen werden zudem schneller von Pilzen befallen. Im Freiland beträgt die Saattiefe etwa 1 cm. Wer lieber in Töpfen aussät, verwendet am besten ungedüngte Aussaaterde und pflanzt die Setzlinge später büschelweise aus. Auch Rucola und Koriander können noch in Sätzen alle zwei bis vier Wochen bis September ausgesät werden. Kerbel und Kresse gehören ebenfalls zu den Schnellstartern, deren Samen bis Anfang September ins Beet kommen.

Lohnend ist ab September auch der Anbau im Frühbeet oder Gewächshaus. Beide Blattkräuter zeigen sich hier erstaunlich kälteresistent. Kerbel wird traditionell eher im Frühjahr angebaut. Der Vorteil der späten Aussaat liegt jedoch darin, dass die Pflanzen nicht so schnell in die Blüte gehen und daher meist mehrmals geschnitten werden können. Tipp: Kerbel und Kresse nur frisch verwenden. Kresse schmeckt lecker aufs Butterbrot gestreut, Kerbel verfeinert Fisch und Geflügel. Anfang August kann man auch noch einjährigen Majoran (Origanum majorana) und Hirschhornwegerich aussäen, beide jedoch zu diesem Zeitpunkt in Töpfen an einem warmen, geschützten Ort. Dieser ist auch für die Weiterkultivierung anzuraten.

Im Gartenmarkt lohnt sich ein Blick auf den Kräutertisch. Der mediterrane Ysop (Hyssopus officinalis) ziert das Beet von Juni bis September mit seinen blauen Lippenblüten. Diese eignen sich sehr gut zur Dekoration von Speisen. Topfpflanzen können an einem geschützten Platz bis weit in den Herbst hinein beerntet werden. Das Aroma des Ysops lässt sich als eine Mischung aus Oregano, Rosmarin und Salbei beschreiben, wobei das Kraut deutlich winterhärter als der empfindliche Rosmarin ist. Sortentipp: 'Himmelblau', eine der schönsten Auslesen.

Viel Freude bereitet auch die Duftnessel (Agastache foeniculum), die oft als Anis-Ysop angeboten wird. Die Gemeinsamkeiten beschränken sich jedoch auf den Anbau. Die Duftnessel gedeiht am besten auf einem mageren, mäßig feuchten Boden. Das ausgeprägte Anis-Fenchel-Aroma kommt gut in Tee- und Würzmischungen zur Geltung.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 30/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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