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Für das Dreikammersystem braucht man etwa 3 m² Grundfläche. Foto: Karin Stern

Im Laufe des Jahres kommen einige pflanzliche Abfälle zusammen: Gehölz- und Rasenschnitt, Unkraut, Gemüseblätter, Verblühtes und Laub. Daraus entsteht wertvoller Kompost. Er liefert alle wichtigen Pflanzennährstoffe und verbessert den Boden.

Kompostieren ist nicht nur eine einfache Methode zum Recyceln pflanzlicher Abfälle, sondern gleichzeitig auch Quell für besten und kostenlosen Humus. Halbschattige bis schattige Stellen auf gewachsenem Boden eignen sich sehr gut für die Neuanlage eines Kompostplatzes. Hier trocknen die Abfälle nicht so schnell aus wie in der prallen Sonne. Der Standort sollte ausreichend Platz bieten für die drei Entwicklungsstadien:

  • frischer Kompost
  • halb fertiger, ruhender Kompost
  • gut verrottete Komposterde

Die Organismen, die die Abfälle in wertvolle Erde verwandeln, brauchen für ihre Arbeit ausreichend Feuchtigkeit und Sauerstoffzufuhr. Daher ist beim Schichten auf eine gesunde Mischung von feuchten und trockenen, dichten und lockeren Pflanzenresten zu achten. Rasenschnitt fällt in die Kategorie dicht und feucht, Gehölzschnitt unter trocken und locker.

Bis zur fingerdicken Stärke bleiben Gehölz- und Heckenschnitt unzerkleinert. Ein Häcksler schreddert stärkere Äste, die klein geschnitten schneller verrotten. Manche Gärtner heben den winterlichen Strauchschnitt auf, um ihn im Mai und Juni mit Rasenschnitt schichtweise aufzusetzen. Auch Stroh und Sägespäne eignen sich zum Durchmischen. Man lege den Komposthaufen unabhängig vom Standort immer auf offener Erde an. So können die kleinen Helfer aus dem Boden zuwandern und überschüssige Feuchtigkeit abfließen.

Wer den Rotteprozess ankurbeln möchte, gibt Kompostbeschleuniger aus dem Gartenhandel darüber. Je nach Hersteller enthält er unter anderem Guano, Hornmehl, Algenkalk und Gesteinsmehl. Bei leichtem Sandboden im Garten empfiehlt sich die Zugabe von Bentonit, um die Wasserhaltefähigkeit des Bodens langfristig zu erhöhen. Auch einige Schaufeln Erde und das Wässern bei lang andauernder Trockenheit beschleunigen den Zersetzungsprozess.

Nicht alle pflanzlichen Abfälle eignen sich für die Kompostierung. Ungeeignet sind Wurzelunkräuter, Pflanzen mit reifen Samen und bodenbürtigen Krankheiten wie Kohlhernie oder von der Miniermotte befallenes Kastanienlaub. Auch Holzasche ist aufgrund der teils hohen Schwermetallgehalte untauglich. Speisereste tierischen Ursprungs, Backwaren, Fette und Öle haben ebenfalls nichts auf dem Kompost zu suchen. Sie locken Mäuse und Ratten an. Gemüseabfälle, Kaffeesatz und Eierschalen können jedoch ebenso unbedenklich kompostiert werden wie mit Braunfäule, Mehltau oder Sternrußtau befallene Blätter.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 07/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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