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Bleibt das Schutznetz von der Aussaat bis zur Ernte über den Möhren, sind madenfreie Wurzeln garantiert. Die eingegrabenen Ränder sind eine unüberwindbare Hürde für Schadinsekten. Foto: Karin Stern

Wer mit Vlies und Schutznetz im Gemüsegarten arbeitet, verfrüht die Ernte und schützt sie vor Kälte und Schädlingen. Beide Materialien gehören heute zur Grundausstattung im Hausgarten. Ganz nebenbei lässt sich die Anbausaison im Herbst verlängern.

Sä- und Pflanzbeginn im Frühjahr richten sich im Gemüsegarten nach den Boden- und Witterungsverhältnissen. Dennoch bietet die Verwendung von Vlies einen entscheidenden Vorteil. Direkt nach Aussaat oder Pflanzung auf das Beet gelegt, keimt und wächst das Gemüse schneller als ohne diese Auflage. Dies liegt vor allem an den höheren Bodentemperaturen. Denn unter dem Vlies nimmt der Boden die Sonnenwärme besser auf und erwärmt sich schneller. Davon profitieren Samen und Pflanzen gleichermaßen, denn für Keimung und Wurzelwachstum müssen häufig bestimmte Mindesttemperaturen im Boden herrschen. Vlies besteht aus fein verwebten, verwitterungsbeständigen Acrylfasern.

Das Material ist federleicht, atmungsaktiv und wasserdurchlässig. Unter dem Vlies entsteht eine Temperaturerhöhung von 3 bis 5 °K, weil sich durchscheinendes Licht in Wärme umsetzt. Vlies eignet sich zur Abdeckung sämtlicher Kulturen, die beizeiten im Frühjahr gesät oder gepflanzt werden. Das Vlies bleibt so lange auf den jeweiligen Beeten liegen, wie eine Temperaturerhöhung für die Kultur sinnvoll ist. Dieser Termin liegt je nach Witterung zwischen Mitte Mai und Anfang Juni. Auch Aussaatbeete mit Sommerblumen profitieren von der wärmenden Auflage. Die Einjährigen entwickeln sich zügiger unter der wärmenden Abdeckung und öffnen früher ihre Blüten.

Doch auch nach der frühjährlichen Verwendung kommt das Vlies weiterhin zum Einsatz. Im Sommer schattiert es hitzeempfindliche Salate und Setzlinge. Des Weiteren profitieren Herbstaussaaten von einer wärmenden Abdeckung mit Vlies. Erntereifes Herbstgemüse wie Endivien, Feldsalat und Winterspinat hält in der warmen Luftschicht unter dem Vlies leichten Frösten bis -5 °C stand und kann so länger auf dem Beet verbleiben.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 6/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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