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Der sommerliche Erziehungsschnitt sorgt für eine lichte Krone. Foto: Karin Stern

Als Hofbaum oder auch mitten im Feld begegnen uns manchmal alte Walnussbäume mit großformatiger Krone und mächtigem Stamm. Meist handelt es sich dabei um Sämlinge. Heute kommen für Neupflanzungen vor allem veredelte Sorten infrage. Sie bieten gleich zwei Vorteile: eine kleinere Krone und den Genuss der ersten Ernte schon drei bis fünf Jahre nach der Pflanzung.

Walnussbäume bevorzugen einen warmen, geschützten Standort mit viel Licht und ausreichend Raum für ihre Entwicklung. Häufig werden sie daher frei stehend gepflanzt. Besonders günstig sind fruchtbare, tiefgründige und frische Böden. Walnüsse kommen zwar auf leicht saurem Boden zurecht, gedeihen jedoch auf lehmig-humosem, leicht kalkhaltigem Boden am besten. Nährstoffreichtum und ausreichende Feuchtigkeit sind Voraussetzungen für einen guten Ertrag.

Die Walnuss treibt erst spät im Frühjahr aus, wenn andere Bäume bereits ihr grünes Blätterkleid tragen. Der Austrieb verträgt ebenso wenig Frost wie die fast zeitgleich erscheinenden Blütenanlagen. Deren Bestäubung übernimmt der Wind. In spätfrostgefährdeten Regionen empfiehlt sich unbedingt ein etwas geschützter Standort. Zudem sollten Sorten wie die 'Geisenheimer Walnuss (Nr.26)' mit einem sehr späten Austrieb den Vorzug erhalten. Eine einzige Frostnacht während der Blüte sorgt leider für einen kompletten Ernteausfall.

Die Vermehrung über Aussaat ist bei großfruchtigen und robusten Walnussbäumen durchaus üblich, obstbaulich jedoch nicht sinnvoll. Über die Größe und Härte der Schale sowie den Geschmack der Früchte kann keine zuverlässige Vorhersage getroffen werden. Das Ergebnis steht erst nach zehn bis 15 Jahren fest, wenn der Sämling erstmalig Nüsse trägt. Ungewollte Überraschungen in Form von außergewöhnlich harten Nussschalen oder sehr kleinen Nüssen sind leider nicht selten.

Daher veredeln Baumschulen Reiser von ausgewählten Mutterbäumen auf Sämlinge oder auf die Schwarznuss (Juglans nigra). Damit bleiben die positiven Eigenschaften der Mutterpflanze erhalten. Zudem lassen sich Größe sowie Kronenumfang des erwachsenen Baumes besser vorhersagen, und der Ertrag setzt deutlich früher ein. So bleibt die Krone der veredelten Sorte 'Nr.26' mit 6 bis 8m überschaubar. Sie trägt bereits nach drei Jahren erstmals Nüsse.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 39/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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