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Tontopf, Kordel und ein Ast vom Gehölzschnitt sind der Hingucker im Kräuterbeet. Foto: Karin Stern

Die bunten Bilder in Saatgut- und Pflanzenkatalogen verlocken ebenso wie die gut gefüllten Tische und Regale im Gartenmarkt zum Kauf. Doch Gärtnern muss nicht gar so sehr ins Geld gehen. Mit ein paar Überlegungen vor Neuanschaffungen lässt sich so mancher Euro sparen.

Das beginnt bereits beim spontanen Einkauf von Pflanzen. Fehlkäufe belasten das Budget, die richtige Pflanze für den geeigneten Standort hingegen erfreut viele Jahre lang. Daher gilt es vor jedem Neuerwerb kurz zu überlegen, ob die Licht- und Bodenansprüche der Pflanze im eigenen Garten erfüllt werden können. Mit einbeziehen sollte man auch die spätere Größe, das Wuchsverhalten und die Frost- sowie Schneckenempfindlichkeit. Jüngere Pflanzen sind in der Regel günstiger als ältere Exemplare. Dennoch kann sich die Mehrausgabe lohnen, wenn ihr ein höherer Nutzwert in Form von früherem Ertragsbeginn oder schnellerem Sicht- und Sonnenschutz gegenübersteht. Bei Heckenpflanzen und Rosen ist der Verkauf von Wurzelware in der laublosen Zeit die günstigste Option. Mit Containerpflanzen ist man zeitlich flexibler, da jederzeit bei offenem Boden gepflanzt werden kann. Der höhere Aufwand für diese Form der Kultivierung schlägt sich jedoch im Preis nieder.

Viele Pflanzen lassen sich zudem mit wenig Aufwand selbst vermehren. Mit dem Teilen von Stauden und Gräsern erhält man neue, vitale Pflanzen zum Nulltarif. Unter Nachbarn, Freunden oder Verwandten lässt es sich prima tauschen. Daneben werden häufig im Herbst Pflanztauschbörsen von Gartenfreunden angeboten, häufig im Rahmen der Offene-Gärten-Aktion. Daneben kann man von vielen Sommerblumen wie Ringelblumen, Schmuckkörbchen, Jungfer im Grünen oder Zinnien selbst Samen gewinnen. Die reifen Samenstände werden gesammelt, die Samen getrocknet und bis zum nächsten Frühjahr dunkel und kühl in einer Papiertüte aufbewahrt.

Auch bei Zwiebelblumen lässt sich so mancher Euro sparen, wenn man auf Arten setzt, die sich selbst willig vermehren. Blausternchen, Krokus, Schneeglöckchen, Winterling und die Frühlingsalpenveilchen verwildern an zusagenden Standorten. Im Laufe der Zeit bilden sich so hübsche Blütenteppiche. Im Frühjahr ist die Topfware zum Ende der Blühsaison meist reduziert erhältlich. Damit kann der Bestand an Schneeglöckchen, Winterlingen und Hyazinthen günstig erweitert werden. Die im Herbst angebotenen Blumenzwiebeln sind nur begrenzt haltbar. Daher reduzieren Gartenmärkte häufig im Spätherbst noch vorhandene Ware. Das bietet die Möglichkeit, mal eine ausgefallene Tulpensorte günstig zu erwerben. Solange der Boden noch offen ist, kann jederzeit gepflanzt werden.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 12/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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