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Porree, Pastinaken und Möhren räumt man im Spätherbst ins Lager. Foto: Karin Stern

Frisch aus dem Garten schmeckt Gemüse am besten. Doch wenn der Frost vor der Türe steht, sollten die Beete geräumt werden. Mit geeigneten Methoden lässt sich die Ernte wochenlang ohne Qualitäts- und Geschmacksverlust lagern.

Für die Lagerung eignen sich besonders die spät reifenden Sorten von Möhren, Sellerie, Kohlrabi, Rettich, Roter Bete, Steckrüben, Pastinaken, Lauch und Kopfkohl. Sie sind haltbarer als die Frühsorten mit ihrer kurzen Entwicklungszeit. Manche Gärtner wählen den Erntetermin für Lagergemüse konsequent nach dem Mondkalender aus. Wer darauf nicht achtet, erntet an einem trockenen Spätherbstnachmittag. Im Idealfall zögert man die Ernte so lange wie möglich hinaus. Dennoch können der erste Frost oder auch Fraßschäden durch Wühlmäuse zur Räumung der Beete zwingen.

Ins Lager kommt nur gesundes, unbeschädigtes und voll ausgereiftes Gemüse. Bei Wurzel- und Knollengemüse dreht oder schneidet man die Blätter so ab, dass ein Stück des Schopfes stehen bleibt. Anhaftende Erde lässt sich einfach mit den Händen abstreifen. Lagergemüse darf nicht gewaschen werden. Die feinen Wurzeln des Porrees kürzt man stark ein und kappt den Blattschopf etwas. Die äußeren Hüllblätter von Kopf- und Chinakohl sowie Endivien können entfernt werden, ein Stück vom Strunk verbleibt dagegen an der Pflanze.

Alte Häuser verfügen häufig über einen Keller mit gestampftem Lehmboden. Dieser bietet durch ausgeglichene Temperaturen von unter 10° C und eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 80 % optimale Verhältnisse für die Lagerung. Das Gemüse verliert hier kaum Feuchtigkeit. Es darf jedoch nicht zusammen mit reifem Obst gelagert werden. Dieses gibt das Reifegas Ethylen ab. Das beeinflusst die Qualität des Lagergemüses ungünstig. Wer nicht über einen solchen Keller verfügt, nutzt andere Möglichkeiten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 40/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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