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Ein kleines Fließgewässer durchzieht den Garten der Schmetterlinge im Außenbereich. Foto: Hans-Dieter Reinke

Östlich von Hamburg im Sachsenwald kann man in eine kleine Welt tropischer Pflanzen und Schmetterlinge abtauchen. Der Garten der Schmetterlinge in Aumühle-Friedrichsruh zeigt in seinem begehbaren Tropenhaus um die 40 Arten farbenprächtiger und eindrucksvoller Tag- und Nachtfalter aus Afrika, Amerika und Asien. Hinzu kommen ergänzende Ausstellungsgebäude und ein 10.000 m2 großes Außengelände mit weiteren Gärten und Attraktionen.

Angeregt von ähnlichen Anlagen in Frankreich und England initiierte und gegründete Elisabeth Fürstin von Bismarck im Jahr 1985 die Ausstellung tropischer Schmetterlinge inmitten von Schleswig-Holsteins größtem zusammenhängenden Waldgebiet, dem Sachsenwald. Es war zu der Zeit der erste Schmetterlingsgarten in Deutschland.

In dem 450 m2 großen Tropenhaus können die Besucher bei angenehmen Temperaturen um die 26 °C zwischen Palmen, Hibiskusblüten, Kakaobäumen und anderen tropischen Gewächsen umhergehen und verschiedene Juwelen der Lüfte, wie die farbenfrohen Tagfalter auch genannt werden, beobachten. Es können bis zu tausend Individuen sein, die zwischen der Vegetation und den Besuchern durch die Luft gleiten und auf Blättern, an Blüten oder ausliegenden Früchten bei der Nahrungsaufnahme aus nächster Nähe zu beobachten und auch zu fotografieren sind.

Da ist zum Beispiel der Blaue Morphofalter, der im Flug seine eindrucksvolle metallisch blaue Oberfläche zeigt, aber – wenn er dann gelandet ist und die Flügel über dem Körper zusammengelegt hat – nur noch seine tarnfarbene braune Flügelunterseite zeigt. Der Beobachter denkt, der hübsche blaue Falter sei plötzlich am Boden oder im Blattwerk verschwunden. Ähnlich ist es beim Indischen Blattschmetterling, einem farbenfrohen Edelfalter, der jedoch mit zusammengelegten Flügeln gut getarnt wie ein vertrocknetes Laubblatt aussieht. Da gibt es die Weiße Baumnymphe mit ihrem gleitenden Segelflug, den Grünen Schwalbenschwanz mit seinen bizarr verlängerten Hinterflügelenden, die an eine Rauchschwalbe erinnern, oder den Bananenfalter mit seiner fast perfekten Imitation von Augenstrukturen auf den Flügeln – ein verbreiteter Trick der Natur, um Fressfeinde abzuschrecken oder zumindest zu irritierten.

Wir kennen das Prinzip auch von heimischen Schmetterlingsarten wie dem bekannten Tagpfauenauge. Der Postmann, ein schwarzer Falter mit auffallenden roten und weißen Flügelstreifen, oder der schwarz-weiß gefärbte Zebrafalter kreuzen ebenso den Weg der Besucher wie der Atlasspinner, der mit einer Flügelfläche von 400 cm2 als der größte Falter der Erde gilt. Ebenso beeindruckt der Waldgeist die Besucher mit seinen gläsernen, durchsichtigen Flügeln – ebenso ein Trick, um von Fressfeinden in der Vegetation nicht entdeckt zu werden.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 14/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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