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Selbst hohe Gabionenwände lassen sich abwechslungsreich gestalten. Foto: Karin Stern

Gabionen sind feuerverzinkte Drahtkörbe, die mit Steinen aller Art, Form und Größe, aber auch mit alten Dachziegeln, Holz, Pflastersteinen, Glassteinen, Flaschen oder bunten Plastikbällen befüllt werden können. Früher dienten die Steinkörbe meist zum Abstützen von Hängen und Böschungen. Heute finden die verfeinerten Varianten vielseitige Verwendung im Garten. Sie eignen sich als Zaun, Sicht- sowie Lärmschutzwand, für Hochbeete und Hochteiche, als Kräuterbeet, Sitzmöbel, Blumensäule, Raumteiler und Mülltonnenverkleidung. Manchmal werden Gabionen auch unter den Bezeichnungen Schüttkorb, Gitterkorb oder Steinkorb angeboten.

Die Körbe aus verzinktem oder galvanisiertem Draht erhält man im Baumarkt oder Baustoffhandel. Neben verschiedenen Standardlängen, -breiten und -maschenweiten bieten einige Hersteller auch Sonderformate auf Bestellung. Damit mausern sich Gabionen zu praktischen Allroundern. Sehr schmale Gabionen mit einer Stärke von weniger als 15 cm nehmen als Zaun oder Sichtschutz nur wenig Platz in Anspruch. Um die massive Wirkung abzumildern, kann die Steinwand mit anderen Materialien aufgelockert werden. Stelen aus Granit, Holzelemente oder Immergrüne wie Säuleneibe und Thuja bringen Abwechslung in lange Grundstücksgrenzen. Umgekehrt lässt sich auch ein Holzzaun mit Gabionensäulen kombinieren. Gleich viel freundlicher wirken Gabionen mit Pflanz­einsätzen oder begrünt mit trockenmauertauglichen Pflanzen. Dafür kommen Hauswurz, Spanisches Gänseblümchen, Polsterglockenblume, Steinkraut, Lerchensporn und mediterrane Kräuter infrage. Belebend wirkt zudem eine Vorpflanzung aus wärmeliebenden sommergrünen Sträuchern wie Sommerflieder, Fingerstrauch, Blauraute, Hibiskus oder Rosen. Wie alle Wände können auch Gabionen mit Wildem Wein oder Clematis verschönert werden. Ganzjährig grün zeigt sich Efeu.

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Bänke und Sitzhocker aus Steinkörben. Bei manchen Modellen ist die Sitzfläche (meist aus witterungsbeständigem Holz wie Douglasie) gleich auf der Gabione montiert, bei anderen schwebt sie frei zwischen zwei Steinkörben. Manche Gärtner bauen aus Gabionen ein Hoch- oder Kräuterbeet. Der Handel bietet dafür spezielle Korbformen an. Breite und flache Steinkörbe eignen sich für haltbare Beetabgrenzungen. In Hanglagen sind Drahtkörbe eine stabile und preisgünstige Möglichkeit, Höhenunterschiede abzufangen und eine ebene Fläche herzustellen. Immer häufiger sieht man die schmalen Steinkörbe auch als Umfriedung für Mülltonnen oder Fahrradstellplätze. Wichtig: Etwas Grün einplanen, sonst wirkt der Vorgarten schnell trist.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 03/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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