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Die Blätter des Französischen Estragons sind filigraner als die der anderen Herkünfte.

Die jungen Kerbelpflanzen erinnern optisch an Petersilie. Fotos: Karin Stern

Jedes Küchenkraut bietet mit seiner speziellen Verwendung einen besonderen Reiz. Neben den deftigen Kräutern gibt es auch Aromen, die das Herz des Feinschmeckers höher schlagen lassen. Zu den klassischen Kräutern der feinen Küche gehören Estragon, Kerbel, Salbei, Bohnenkraut und Pfefferminze. Sie lassen sich problemlos in Beet oder Topf anbauen. Frisch gepflückt und zunächst sparsam verwendet, bieten sie Gaumenfreuden der besonderen Art.

Bei Estragon (Artemisia dracunculus) unterscheiden Gärtner nicht nach Sorten, sondern nach der Herkunft zwischen Französischem und Deutschem Estragon. Die französische Variante weist ein besonders feines Aroma auf, das auch im Laufe des Sommers nicht ins Bittere abgleitet. Für den Winter lassen sich ganze Stängel trocknen. Die Pflanze wächst eher schwach und erreicht eine maximale Höhe von 40 bis 70 cm. Deutscher Estragon wächst kräftiger und eignet sich besser für rauere Lagen. Sein Aroma ist jedoch nicht ganz so fein wie das der französischen Variante. Beide Herkünfte werden über Stecklinge und Teilung vermehrt. Die Pflanzen brauchen einen warmen und geschützten Standort mit nahrhaftem, durchlässigem und ausreichend feuchtem Boden. Nach dem herbstlichen Rückschnitt erhält der Französische Estragon etwas Winterschutz. Im Frühjahr versorgt man die Pflanze mit reifem Kompost. Estragon wird gerne zum Aromatisieren von Essig, Wein, Butter, Senf oder Einlegegurken verwendet. Als direkte Zugabe würzen die frischen Blätter und jungen Triebe Salate, Suppen, Soßen, Fleisch- und Fischgerichte sowie Eierspeisen, Frischkäse oder Quark.

Kerbel (Anthriscus cerefolium), frisch geschnitten über Eierspeisen oder Möhrensuppe gegeben, ist an dieser Stelle ein feinaromatischer Ersatz für eher deftige Petersilie oder scharfen Schnittlauch. Die würzig-süßen Kerbelblätter gehören zu den "fines herbes", den feinen Kräutern der französischen Küche. In der Mischkultur schätzt man Kerbel zur Abwehr von Schädlingen zwischen Salat. Schon vier bis fünf Wochen nach der Aussaat in lockeren, ausreichend feuchten Boden erfolgt die Ernte, indem laufend frische Blätter und Triebe abgeschnitten werden. Bis zum Erscheinen der Blüten sind mehrere Schnitte möglich. Bei Trockenheit bilden sich die Blüten früher, daher immer gut wässern. Mit Folgesaaten im Abstand von zwei bis drei Wochen stehen von Mai bis Oktober frische Blätter zur Verfügung. Kerbel gedeiht auch hervorragend im Topf. Erste Aussaaten sind bereits Anfang März auf der Fensterbank möglich.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 33/2019 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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