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Ton-in-Ton-Kombination mit Phlox und Zierlauch. Foto: Karin Stern

Die stattlichen Blütenkerzen der Lupinen zieren ab Ende Mai Beete und Rabatten. Als echte Klassiker sorgen sie geschickt platziert für tolle Blickfänge. Neben den ausdauernden Hybridformen werden auch einjährige Sorten als Gartenzierde sehr geschätzt.

Staudenlupinen gehören zu den typischen Bauerngartenblumen. Neben einfarbigen Sorten mit Blüten in Weiß, Rosa, Rot, Gelb, Blau und Violett erfreuen sich auch zwei- oder mehrfarbigen Varianten großer Beliebtheit. Besonders die Lupinus-polyphyllus-Hybriden mit ihrer Wuchshöhe von 80 bis 100 cm sind die absoluten Stars im Beet. Dezente Begleiter wie Storchschnabel oder Frauenmantel heben ihre Wirkung noch hervor. Dies gilt auch für die Kombination mit später blühenden Stauden wie Myrtenaster, Sommerphlox oder Sonnenhut. Wer jedoch Lupinen gemeinsam mit Pfingstrosen, Schwertlilien, Margeriten, Nachtviolen, Orientalischem Mohn und früh blühenden Rosen pflanzt, kreiert mit dieser Komposition im Garten einen ersten, überaus imposanten Blütenhöhepunkt. Besonders gut kommen Tuffs von drei bis zehn Pflanzen vor Hecken oder Gehölzgruppen zur Geltung.

Die opulenten, extravaganten Blütenkerzen mit bis zu 50 cm Länge fallen an offenen, sonnigen Standorten mit gleichbleibend feuchtem, eher kalkarmem und mäßig nährstoffreichem Boden am schönsten aus. An schattigeren Stellen lassen Blühfreude und Standfestigkeit der Pflanzen nach. Für die Vase schneidet man nur Stiele mit knospigen Blüten, das verlängert die Haltbarkeit. Ein zu hoher Kalkgehalt im Boden macht sich mit gelben Blättern bemerkbar. Auch auf Stress durch Trockenheit reagieren Lupinen empfindlich. Daher ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit besonders im Frühjahr sehr wichtig. Höher wachsende Sorten brauchen bei Bedarf eine Stütze.

Wer die Blütenstängel sofort nach dem Abblühen herausschneidet, regt die Pflanzen zu einer Nachblüte gegen Ende des Sommers an. Auf keinen Fall sollten Lupinen komplett zurückgeschnitten werden, das verkraften sie häufig nicht. Bei der Düngung empfiehlt sich eher Zurückhaltung, denn zu hohe Stickstoffgaben begünstigen Krankheiten und Schädlinge. Tipp: Knochenmehl anstelle von Stickstoff als Dünger verwenden. Mit einer frühjährlichen Teilung im Rhythmus von drei Jahren bleibt die Blühfreudigkeit der Stauden erhalten. Im Frühjahr liegt auch der beste Pflanztermin für Neuerwerbungen. Nach der Blüte wirken Lupinen manchmal etwas mitgenommen. Geschickte Gärtner kombinieren sie daher gerne mit spät blühenden Stauden wie Astern oder Herbstanemonen.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 18/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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