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Das Eutiner Schloss gilt als eines der bedeutendsten Kulturdenkmale des Landes. Foto: Hans-Dieter Reinke

Der Eutiner Schlossgarten gilt als bedeutendster englischer Landschaftsgarten Norddeutschlands und wichtigstes Gartendenkmal der Aufklärung in Schleswig-Holstein.

Verschiedene Vorläufergärten, beispielsweise Lustgärten nach holländischem oder französischem Vorbild, reichen deutlich weiter zurück. Man kann sagen, dass die altehrwürdige Anlage durchaus 700 Jahre Gartenkunst, Gartenkultur und Gartengeschichte durchwehen. Sehenswert ist auch der zugehörige Küchengarten, in dem viele moderne Gartenelemente, Inspirationen und Aktivitäten auf historischem Gelände umgesetzt werden. Schloss und Garten befinden sich seit 1992 im Besitz der Stiftung Schloss Eutin.

Bereits im 14. Jahrhundert soll es einen ersten mittelalterlichen Medizinalgarten und später um 1500 erste Anlagen einer Wasserkunst auf dem heutigen Schlossareal gegeben haben. Dem folgte die Anlage eines Tiergartens im Süden der Schlossbucht, um 1630 gibt es erste Belege eines Lustgartens. Nachfolgende repräsentative Lust- und Blumengärten nach holländischem Vorbild sowie die Anlage eines luxuriösen barocken Gartens nach französischem Geschmack waren für ihre Zeit bedeutsam.

Der Landschaftsgarten in seiner heutigen Ausprägung geht indes auf Initiativen des späteren Herzogs von Oldenburg, Peter Friedrich Ludwig von Schleswig-Holstein-Gottorf (1755-1829), zurück. Er war ein umsichtiger, gut gebildeter und weit gereister Regent. Auf Reisen in England und Schottland 1775/76 lernte er die dortigen Landschaftsgärten kennen und setzte diese Ideen zunächst auf seinem Landsitz in Rastede in der Nähe des niedersächsischen Oldenburg um, wo er einen der ersten Landschaftsgärten Norddeutschlands entwickelte. Ab 1786 führte er in Eutin die Umgestaltung des ehemaligen prunkvollen barocken Lustgartens in einen englischen Landschaftsgarten durch. Damit verbunden war auch eine Öffnung des Gartens zur Erholung und ästhetischen Erziehung der Bevölkerung.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 10/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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