Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

In Nestern zeigen Dutzende von Schneeglöckchenblüten den Vorfrühling an. Foto: Peter Busch

Viele Frühlingsblüher, wie die Schneeglöckchen, haben von manchen milden Wintertagen profitiert und ihre grünen Triebspitzen schon zeitig aus der Erde und dem Rasen geschoben. Ende Januar blühten dann die ersten Exemplare auf, oft umrahmt von üppig blühendem Winterjasmin und überdacht von den zarten Blüten der Zaubernuss.

Sollte es im März noch einmal einen Wintereinbruch geben, braucht man sich um die Frühlingsblüher keine großen Sorgen zu machen; sie haben mehrere Überwinterungsstrategien entwickelt, um Frostschäden zu trotzen. Als Rosetten-, Schaft- und Kriechpflanzen haben sie einen sehr niedrigen Vegetationspunkt und werden durch Laub und Schnee vor Frost geschützt. Außerdem sind sie in der Lage, in ihren Zellen die Wassermoleküle mit Zucker zu verbinden, sodass eine Absenkung des Gefrierpunktes erreicht wird.

So sind die Schneeglöckchen als erste Vorfrühlingsboten aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Aber nicht nur hier fühlen sich diese aus Süd- und Osteuropa stammenden Rittersterngewächse wohl; Verschleppung der Samen durch Vögel und Benutzung von Gartenerde in der Landschaft haben das Schneeglöckchen auch in der freien Natur heimisch gemacht.

So sieht man oft auf Spaziergängen zu dieser Zeit die charakteristischen nickenden Blüten mit den drei äußeren, reihenweise aufgebauten Blütenblättern und dem grünen Halbmond um das innere Röckchen. Am auffälligsten wirken die Schneeglöckchen, wenn sie richtige Nester gebildet haben. Dies dauert einige Jahre; dann haben sich genügend Brutzwiebeln entwickelt, die jeweils eine Blüte ausbilden. Schneeglöckchen wirken am natürlichsten am Gehölzrand, wo sie auf feuchtem, normalem Gartenboden jahrzehntelang mit ihrer Blüte erfreuen und immer dichtere Bestände ausbilden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 05/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben