Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Im Gemüsegarten ist immer wieder mal eine Reihe frei, um Neues auszuprobieren. Foto: Karin Stern

Jetzt im April geht es auf den Gemüsebeeten endlich wieder los. Es lohnt sich, am Samenständer oder im Bestellkatalog auch mal abseits der alljährlich angebauten Gemüsearten zu schauen. Es gibt viel zu entdecken und auszuprobieren.

So finden sich in der Kohlfamilie einige empfehlenswerte Beispiele dafür. Bei dem Abessinischen Kohl handelt es sich um einen schnellwüchsigen Blattkohl mit glänzend grün bis violett changierenden Blättern. Der pflegeleichte Kohl gedeiht in Beet, Kübel und Balkonkasten gleichermaßen. Die Aussaat erfolgt von März bis September. Zeitversetzte Saattermine verlängern die Ernteperiode. Die Ernte erfolgt fünf bis sieben Wochen nach der Aussaat, wenn die Blätter etwa 15 bis 20 cm hoch gewachsen sind. Sie können klein geschnitten Salaten zugegeben oder mitsamt dem Blattstiel als Gemüse gedünstet werden. Im Gegensatz zu anderen Kohlarten stellt der Abessinische Kohl nur geringe Ansprüche an Boden und Düngung. Bei Trockenheit sollte jedoch gegossen werden.

Ein ebenfalls interessantes Kohlgewächs ist der Blattsenf. Je nach Sorte bildet er rote ('Frizzy Joe') oder grüne ('Frizzy Lizzy') Blätter aus. Der Handel bietet auch Mischungen beider Sorten an. Die Blätter schmecken scharf-aromatisch und eignen sich für Salate oder zum Dünsten. Die Aussaat erfolgt von März bis Anfang November. Aufgrund der guten Frosthärte können die Blätter auch noch im Winter geerntet werden. Im Sommer gehen die Pflanzen jedoch schnell in die Blüte. Wer gerne Weißkohl mag, sollte einmal Filderkraut ausprobieren. Das Filderkraut ist ein Spitzkohl mit später Reifezeit. Daher eignet er sich besser als die früh reifenden Sorten für die Lagerung.

In der Küche werden die großen Blätter gerne für Kohlrouladen oder gehobelt für die Herstellung von Sauerkraut verwendet. Die Aussaat erfolgt von Ende März bis Ende April, die Ernte entsprechend ab September. Eine interessante Alternative zu Grünkohl ist der sogenannte Palmkohl. Die Blätter der sehr dekorativen Pflanze werden von außen nach innen einzeln abgepflückt. Aus dem Herz wachsen neue Blätter nach, die etwas milder als Grünkohl schmecken. Sie können klein geschnitten in Salaten oder als Kochgemüse verwendet werden. Die Direktsaat ins Freiland erfolgt von Ende März bis Mitte Juni. Vorgezogene Pflanzen kommen mit 40 x 50 cm Abstand aufs Beet. Palmkohl bevorzugt etwas schwereren Boden, der nährstoffreich, feucht und humos sein sollte.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 13/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben