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Gut gepflegte und entsprechend geleitete Rosentriebe bilden ein blickdichtes Blütenmeer. Foto: Karin Stern

Wer einen Sichtschutz aus Kletterpflanzen plant, findet im Handel eine große Auswahl unterschiedlicher Kandidaten. Dennoch sollte man nicht nur auf farbenfrohe Blüten und schmucke Blätter achten. In die Entscheidung fließt auch mit ein, ob die gewünschte Pflanze eher locker oder dicht wächst.

Viele Arten der Waldrebe (Clematis) und die meisten Geißblattarten (Lonicera) bilden ein eher lockeres Geflecht an Trieben. Auch im Alter bieten sie daher keinen blickdichten Sichtschutz. Wer darauf Wert legt, pflanzt besser Efeu (Hedera), Kletterspindel (Euonymus fortunei), Pfeifenwinde (Aristolochia), Immergrünes Geißblatt (Lonicera henryi) oder Wilden Wein (Parthenocissus). Auch die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) überzeugt mit einer undurchsichtigen Blätterwand. Sie erklimmt Wände, Mauern und Pergolen gleichermaßen. Erstmalig nach etwa fünf Jahren Standzeit erscheinen von Mai bis Juli die weißen, bis zu 25cm breiten Blütenstände. Kletterer mit attraktivem Laub sind auch ohne Blüten schön. Efeusorten wie 'Baltica', 'Goldheart', 'Glacier' und 'Goldchild' punkten mit überaus dekorativem Laub. Der Wilde Wein 'Veitchii' überzeugt mit großen, dreilappigen Blättern. Im Austrieb erscheinen sie bronzefarben und die Herbstfärbung reicht von leuchtend Rot bis Orange.

Einjährige Kletterer bieten nur einen Sommer lang Sichtschutz. Spätestens beim ersten Frost verkahlen die Gerüste, weil die Blätter herunterfallen. Dennoch erweisen sie sich meist als wüchsig und blühfreudig, sodass sie auch in wenigen Wochen größere Flächen begrünen. Sie sind vor allem dann zu empfehlen, wenn eine schnelle Lösung hermuss. Entweder zieht man die Pflanzen selbst aus Samen heran oder kauft vorgezogene Exemplare im Gartenmarkt. Die lieblichen Duftwicken (Lathyrus odoratus) tragen ihren Namen völlig zu recht. Sie sind in vielen Farbvarianten erhältlich.

Die Aussaat erfolgt bereits im März auf der Fensterbank oder ab April direkt an Ort und Stelle. Tipp: Verblühtes regelmäßig entfernen, das regt die Bildung neuer Blüten an. Die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata) braucht einen sonnig-warmen Standort. Hier schlingt sie sich bis in 1,5 m Höhe. Wer im April eine kräftige, vorgezogene Pflanze im Gartenmarkt kauft und nach dem letzten Frost in nährstoffreichen, ausreichend feuchten Boden auspflanzt, wird viel Freude an der Schwarzäugigen Susanne haben. Auch die himmlisch blauen Blütentrichter der Prunkwinde (Ipomoea tricolor) ziehen die Blicke auf sich. Die Aussaat auf der Fensterbank erfolgt ab März, im Freiland ab Mitte Mai.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 22/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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