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Die Gewürzstraußblüten sehen aus wie kleine Magnolienblüten. Foto: Hans-Dieter Reinke

Der intensive, aromatische Duft hat dem Gewürzstrauch seinen Namen eingebracht. Das bis etwa 3 m hohe, pflegeleichte und winterharte Gehölz ist selten anzutreffen, wird aber bisweilen als Zierstrauch in gemäßigten Breiten in Parks und Gärten angepflanzt. In einem Duftgarten sollte der aus Nordamerika stammende Gewürzstrauch nicht fehlen.

Der Echte Gewürzstrauch (Calycanthus floridus), auch als Nelkenpfeffer oder Specereistrauch bezeichnet, gehört in die artenarme Gruppe der Gewürzstrauchgewächse. Der Name bezieht sich auf den charakteristischen Geruch von Zimt, Kampfer und Gewürznelken, den vor allem Holz und Rinde ausströmen. Die Zweige und Äste behalten den Duft auch lange bei und kommen bisweilen als Zimtersatz zum Einsatz. Von den nordamerikanischen Indianern wurde die Pflanze tatsächlich in geringen Mengen als Gewürz verwendet. Aus dem Südosten der Vereinigten Staaten stammt das Gewächs, das in Florida seine südlichste Verbreitung hat. Das findet sich auch im lateinischen Artnamen 'floridus' wieder. Von den vier Arten der Gattung kommen drei in Nordamerika vor, eine weitere Art, der Chinesische Gewürz- oder Wachsstrauch (Calycanthus oder Sinocalycanthus chinensis) ist in Asien beheimatet.

Ein weiterer Inhaltsstoff der Pflanze, das Calycanthin, ein dem Strychnin ähnliches Alkaloid, sorgt dafür, dass der Gewürzstrauch leicht giftig ist.

Der sommergrüne Gewürzstrauch, der eine Höhe von etwa 3 m und eine Breite von 2 m erreicht, besitzt sommergrünes Laub, das sich im Herbst fahlgelb umfärbt. Die Blätter sind gegenständig, von elliptischer Form und glänzend. Sie enthalten etwas Kampfer, der zur Insektenabwehr verwendet werden kann, aber auch bei der Parfumherstellung und Desinfektion eingesetzt wird.

Eng zwischen den Blättern entwickeln sich im Mai und Juni die dunkelrötlichbraunen, sternförmigen Blüten mit ihren vielen spiralig angeordneten Kronblättern. Sie ähneln kleinen Magnolienblüten, werden von Käfern bestäubt und besitzen vor allem in den Abendstunden einen zarten, erdbeerähnlichen Duft. Die daraus sich entwickelnden Kapselfrüchte sind, wenn sie sich überhaupt ausbilden, unscheinbar und besitzen hartschalige, unregelmäßig geformte Samen.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 15/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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