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Noch immer gilt die Mistel als ein mit allerlei Mythen umgebenes Pflanzengebilde und symbolisiert Ende und Anfang, Tod und Auferstehung. Foto: Ilse Jaehner

Wo aufgelassene Obstwiesen und hauptsächlich uralte Obstbäume an Straßen ohne Pflege mehr und mehr sich selbst überlassen bleiben, breitet sich die Mistel, dies seltsame und mit allerlei Mythen umgebene Pflanzengebilde, unangenehm aus. Im Sommer wegen der grünen Laubkronen ihrer Wirtsbäume kaum bemerkt, sieht man sie nun wieder da oben hocken, und in der Weihnachtszeit dekoriert sie symbolträchtig Wohnzimmer.

Die Mistel erregte seit alters her die Neugier der Menschen, veranlasste sie, sich über das wirre Gebilde eigene Gedanken zu machen. Unsere germanischen Vorfahren sahen in den sich immer wieder gabelig teilenden, aufwärts gestreckten Trieben das uralte Runenzeichen des Lebens. Auch spielte sie in der germanischen Sagenwelt eine wichtige Rolle im Kampf der Götter um Licht und Finsternis. Bekanntlich übernahmen die frühen Christen einen Teil der nordischen Mythen und Bräuche, wandelten sie allerdings in ihrem Sinn ab. Sie ließen die Mistel als Erinnerung ans Kreuz Christi gelten. Tatsächlich wurde dieses früher nicht wie heute meist rechtwinkling dargestellt, sondern gabelig. So ist die Mistel, geht man den Dingen ein wenig auf den Grund, immer noch Symbol für Ende und Anfang, Tod und Auferstehung mitten im Winter.

Es lohnt sich durchaus, einmal das wirre Knäuel aufzudröseln, die einzelnen Triebe sichtbar zu machen, die typischen Vergabelungen im Zweigsystem, dazu die schmalen, gelbgrünen Blätter einzeln anzusehen und die im Winter reifenden, weißen, kugeligen ­Früchte. Blüten bekommt man selten zu Gesicht, denn die entwickeln sich bereits im März/April, klein, grüngelb, unscheinbar. Der Same braucht praktisch ein Dreivierteljahr, um zu reifen, abgesehen davon, dass nicht jedes Mistelexemplar fruchtet, da Misteln zweihäusig sind.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2019 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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