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Die Kelchblätter umhüllen noch die Samen des Japanischen Losbaumes. Später färben sie sich rot um und präsentieren die blaue Frucht in ihrer Mitte. Die 6 bis 8 mm großen Früchte locken Vögel an. Foto: Hans-Dieter Reinke

Der Japanische oder Chinesische Losbaum ist ein bei uns selten anzutreffendes Ziergehölz. Allerdings zu Unrecht. Er ist nicht nur ziemlich frosthart, pflegeleicht und wenig von Schädlingen beeinflusst, sondern beeindruckt durch hübsche, duftende Blüten und attraktive Früchte. Auch der Indische Losbaum ist ein ebenso seltenes wie eindrucksvolles Ziergehölz, das als besondere Attraktion im Garten die Blicke auf sich zieht.

Wer hat nicht schon einmal eine Niete an der Losbude auf dem Jahrmarkt gezogen, oder vielleicht einen Hauptgewinn? Der Name des Losbaumes (Clerodendrum), deren Gattung etwa 400 Arten auffällig blühender Bäume, Sträucher, Kletterpflanzen und Kräuter aufweist, leitet sich ab vom griechischen kleros = Los, Schicksal und dendron = Baum, was auf die teils heilsamen, teils schädigenden Wirkungen von Vertretern der Gattung hindeuten soll. Bei uns sind allerdings keine Losbäume als Heilpflanzen im Einsatz, sonders es handelt sich um beliebte Ziergehölze und schöne Solitärsträucher, wobei vor allem der Japanische Losbaum (Clerodendrum trichotomum), der auch als Chinesischer Losbaum bezeichnet wird, Verwendung findet.

Clerodendrum trichotomum, dessen Heimat, wie es die deutsche Namensgebung bereits anzeigt, in Japan und China liegt, wächst dort an Gebirgshängen und gilt als eine der winterhärtesten Arten der Gattung. Es handelt sich an seinem heimischen Standort um einen elegant aufrecht wachsenden Baum, der dort eine Höhe von bis zu 10 m erreichen kann. Bei uns wächst er eher strauchförmig und wird kaum höher als 0,5 bis 2 m.

Das heute zu den Lippenblütengewächsen (Lamiaceae) gezählte Strauchgewächs wurde früher bei den Eisenkrautgewächsen (Verbenaceae) geführt und wird meist in der Varietät fargesii angepflanzt. Sie ist benannt nach dem französischen katholischen Missionar und Botaniker Paul Guillaume Farges, der die Pflanze 1898 nach Europa mitgebracht hat.

Die Blätter des sommergrünen Strauches sind relativ groß, länglich, fein gezähnt und sitzen an langen Stielen. Sie riechen zwischen den Fingern zerrieben nach Erdnussbutter; es wird aber auch von unangenehmem Duft nach Hefe berichtet.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 49/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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