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Die Wasserflächen des Mühlenteichs und weite Rosenbeete prägen das Rosarium Uetersen.

Beetrose "Milano"

Edelrose "Christel von der Post". Fotos: Hans-Dieter Reinke

Zentral und ruhig gelegen lassen sich in der Rosenstadt Uetersen im Kreis Pinneberg mit einem der ältesten Rosarien Deutschlands auf einer Fläche von 7ha 900 Sorten der Königin der Blumen genießen. Den Rosarium-Besucher erwarten mehr als 35.000 Rosen, die ein im wahrsten Sinne des Wortes buntes Sortiment an alten und neuen Kletter-, Beet-, Hochstamm- und Parkrosen bieten und mit mal intensiven und mal dezenten Rosendüften auch durch olfaktorische Genüsse betören.

Wer ,Heidelinde', ,Clementine', ,Marietta', ,Ricarda', ,Angelique', ,Cinderella', ,Rosamunde', ,Celina' und ,Christel von der Post' einmal kennenlernen möchte, wird im Rosarium Uetersen fündig; allesamt Rosensorten, die im Park gezeigt werden. Es gibt aber auch wohlklingende Sorten wie ,Duftrausch', ,Northern Lights', ,Sympathie', ,Frühlingszauber', ,Kupferkönigin', ,Paradise', ,Wildfeuer' und mehr als 900 weitere Sorten zu bestaunen. Kaum eine Blütenpflanzengruppe ist so eng und lange mit der Kultur des Menschen verwoben und taucht immer wieder auf in der Malerei, in der Literatur, in der Architektur, in der Symbolik und in der Botanik und Gartenkunst. Schon seit der Antike wird die Rose als Königin der Blumen bezeichnet und befindet sich seit mindestens 2.000 Jahren in der Züchtung. In Uetersen fand im Jahre 1909 erstmalig eine Rosenschau statt, und in diesem Zusammenhang wurde ein Rosenpark an anderer Stelle als das heutige Rosarium entwickelt. Dieser geriet allerdings im Laufe der Zeit etwas in Vergessenheit und wurde später überbaut.

Der heutige Park entstand nach den Plänen des Gartenarchitekten Berthold Tormählen auf dem Gelände des alten Mühlenteichs von 1929 bis 1934. Die Parkeröffnung erfolgte am 23. Juli 1934 zur 700-Jahrfeier der Stadt Uetersen. Neben anderen waren die weltbekannten Rosenzüchter Wilhelm Kordes aus Sparrieshoop und Mathias Tantau aus Uetersen wichtige Mitinitiatoren des neuen Rosenparks. Ihre Namen findet man auf vielen Schildern im Rosarium, wo neben der Rosenklasse und der Rosensorte auch die entsprechenden Züchter und das Jahr der Züchtung oder Ersterwähnung angefügt sind. Auch heute noch ist die Region das größte Rosenzuchtgebiet Deutschlands.

Uetersen trägt seit 1992 den vom Verein Deutscher Rosenfreunde verliehenen Titel "Rosenstadt" und gehört damit zum erlauchten Kreis von insgesamt elf Rosenstädten, Rosenkreisen und Rosendörfern, die es in Deutschland gibt. Weitere Rosenstädte sind Baden-Baden, Dortmund, Eltville am Rhein, Sangerhausen und Zweibrücken.

Uetersen hat nicht nur sein Rosarium, sondern auch sonst spielt die zauberhafte Blütenpflanze eine große Rolle in der Stadt. Es gibt in jedem Jahr Anfang Juli ein großes Rosenfest, jedes Jahr wird die Wahl der Rosenkönigin mit einer beigeordneten Rosenprinzessin abgehalten, Rosenführungen werden angeboten, Rosenkonzerte finden am Pavillon des Rosenparks statt. Seit 1997 werden durch die Verleihung der Rosennadel ehrenamtlich aktive Persönlichkeiten der Stadt geehrt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 32/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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