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Die Kronenlichtnelke blüht in unterschiedlichen Farben im Blumenbeet. Foto: Hans-Dieter Reinke

Die kranz- beziehungsweise kronenförmige Erscheinung des Corona-Virus hat der Virusfamilie, die seit einigen Monaten in aller Munde ist, ihren Namen gegeben. Bei einigen Blütenpflanzen taucht diese Namensgebung in den deutschen oder wissenschaftlichen Namen ebenfalls auf, wie beispielsweise bei den Kronwicken, der Kronenlichtnelke oder der Kronenanemone.

Die lateinische Bezeichnung Corona bedeutet in der Übersetzung Kranz, Krone oder Diadem. Die Gruppe der inzwischen weltweit sehr bekannten Corona-Viren (Familie Coronaviridae) stellt eine RNA-Viren-Verwandtschaft dar, die sich im Elektronenmikroskop durch eine kugelige Gestalt und einem nach außen ragenden Kranz blütenblattähnlicher, keulenförmiger Strukturen auszeichnet. Dieses charakteristische Merkmal findet man bei allen Coronaviridae, zu denen die Viren von Sars-CoV und Mers-CoV und andere gehören, darunter auch Covid-19, der Erreger der aktuellen, schweren Pandemie.

Bei einigen Blütenpflanzen findet man bisweilen den Bezug auf eine auffällige, kronen- oder kranzförmige Anordnung der Blüten in dem deutschen oder wissenschaftlichen Namen. Manchmal schlägt sich auch die Verwendung der jeweiligen Pflanzen zum Binden von Kränzen in der Namensgebung nieder. Einige Blütenpflanzen wie der Europäische Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) mit kleinen, schmalen, aufrechten Blütenkronen, die Spanische Esparsette, auch Kronensüßklee genannt (Hedysarum coronarium), oder die Schmetterlingslilie (Hedychium coronarium) sind weniger bekannt. Deutlich bekannter sind die Kronwicke, die Kronen-Anemone und einige andere, die im Folgenden vorgestellt werden:

Bei der Kronenlichtnelke (Silene, früher Lychnis coronaria) nimmt der Name vermutlich Bezug auf die auffällige Gestalt der Blütenkrone mit ungeteilten, ansehnlichen Kronblättern, wohl im Vergleich zur Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) mit ihren tief geschlitzten Kronblättern. Allerdings wurden die Blüten der Kronenlichtnelke in früheren Zeiten gern zum Binden von Girlanden und Kränzen verwendet, was auch zur Namensgebung beigetragen haben könnte.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 34/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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