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Inmitten des Parks steht das ehemalige Herrenhaus von Jenisch, das heute als Museum genutzt wird. Foto: Hans-Dieter Reinke

Nahe der Elbe bei Teufelsbrück zieht sich im Hamburger Stadtteil Othmarschen der Jenischpark den Geesthang hinauf. Es ist eine ehemals private Parkanlage im landschaftlichen Stil, deren Anfänge mehr als 200Jahre zurückreichen. Die heute im Besitz der Stadt befindliche Grünanlage gehört zu den bekanntesten Parks in Hamburg und gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsgärten Norddeutschlands.

Alte Bäume, geschwungene Wege, ausgedehnte Freiflächen, bemerkenswerte Sichtachsen und Naturlandschaften, die zum Teil als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, sowie drei Museen machen die 42 ha große Parkanlage zu einem beliebten Ausflugsziel und bedeutenden Gartendenkmal.

Als der Hamburger Kaufmann Caspar Voght gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein etwa 260 ha großes Areal in Flottbek erwarb, plante er, dort eine Ideallandschaft zu entwerfen, nach englischen Vorbildern, die er auf seinen Reisen kennengelernt hatte. In die Parklandschaft wurden zwanglos Nutzflächen, Gebäude, Waldareale und Naturflächen eingebettet.

Diese sogenannten ornamented farms, wie sie aus England bekannt waren, verbanden ästhetische mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung sozialer Verantwortung. 1828 verkaufte der inzwischen geadelte Baron Voght das Anwesen an seinen Freund, den Kaufmann und Bausenator Martin Johann Jenisch den Jüngeren, der 1831-34 das weiße klassizistische Herrenhaus mit Blick auf die Elbe erbauen ließ. Weitere Umgestaltungen des Parks waren die Ergänzung von Gewächshäusern und formalen Gärten im Norden des heutigen Parks, wo auch heute noch einige exotische Baumarten anzutreffen sind.

Diese Anpflanzungen entsprachen dem damaligen Zeitgeist und gaben aber auch gleichzeitig Hinweise auf die weitreichenden Handelsbeziehungen Hamburgs mit fernen Ländern. Trompetenbaum, Götterbaum, Japanischer Schnurbaum, Atlaszeder, Blauglockenbaum und Mammutbäume sind inzwischen zu stattlichen Exemplaren herangewachsen. Ein über 150 Jahre alter Ginkgo hat bereits eine Höhe von 23 m erreicht.

 

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 5/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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