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Wenn abgeblühte Sonnenblumen Samen bilden dürfen, stellt sich auch der Zeisig im Garten ein. Foto: Isabel Henkel

In einem Volkslied heißt es "Alle Vögel sind schon da". Doch wie lange noch? Seit Jahren ist ein Rückgang unserer heimischen Singvogelarten zu verzeichnen. Dabei macht Vogelgezwitscher den Sitzplatz im Garten erst richtig idyllisch. Mit geeigneten Pflanzen und ein paar zusätzlichen Maßnahmen, wie Futter und Tränke bereitzustellen und Nistmöglichkeiten anzubieten, lassen sich die gefiederten Gäste gerne anlocken und der Garten in ein Vogelparadies umwandeln.

Heimische Gehölze und Stauden sehen nicht nur schön aus, sondern bieten mit ihren Blüten, Früchten und zierenden Samenstän­den Schutz und Nahrung. Ligus­ter, Feuerdorn, Berberitze, Hart­riegel und Pfaffenhütchen sorgen als Hecke gepflanzt nicht nur für Sichtschutz, sondern auch für wert­volle Nahrung. Je größer und vielfältiger der Garten, desto artenrei­cher ist die sich einstellende Vogel­schar.

Aber selbst kleinste Flächen oder der Balkon am Mietshaus kön­nen vogelfreundlich gestaltet sein. Geeignete Zwerggehölze sind zum Beispiel Amethystbeere (Symphori­ carpos doorenbosii), Blutberberitze (Berberis thunbergii), Torfmyrte (Pernettya) und Rankender Feuer­ dorn (Pyracantha coccinea).

Ornithologen empfehlen inzwi­schen die ganzjährige Fütterung. Die härteste Zeit für einen Vogel ist nicht der Winter, sondern die Brutzeit im Mai und Juni. Da arbeiten die Vögel von morgens vier Uhr bis abends zehn Uhr bis zum Umfal­len, um ihre Jungen zu versorgen. Durch den Insektenschwund und die Zerstörung natürlicher Lebens­räume müssen die Vögel immer weiter fliegen, um Insekten oder Würmer für den Nachwuchs zu beschaffen.

Dies gilt auch für Körnerfresser, die ihre Brut vorwiegend mit Insekten ernäh­ren. Mit bereitgestelltem energierei­chen Zusatzfutter ab Vegetationsbeginn können die Vogeleltern ihren eigenen Bedarf de­cken und haben so mehr Aus­ dauer für ihre Küken. Durch das Zu­füttern gibt es mehr und größere Eier, fittere Junge und, worauf es ankommt, mehr Jungvögel, die auch flügge werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 24/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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