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Die Fliedersorte 'Charles Joly' Foto: Hans-Dieter Reinke

Der Flieder ist ein wichtiges, pflegeleichtes und verbreitetes sommergrünes Blüten- und Ziergehölz unserer Parks und Gärten. Er ist verwildert auch in Knicks und an Wegesrändern anzutreffen. Der Fliederduft ist ebenso bekannt wie beliebt. Durch seine Hauptblütezeit im Mai gilt der Flieder als wichtiges Symbol des Vollfrühlings und beginnenden Sommers.

"Wenn der weiße Flieder wieder blüht" lautet nicht nur der Titel eines bekannten, oft im Fernsehen wiederholten Erfolgsfilms aus den 1950er Jahren, in dem bekannte Schauspieler wie Romy Schneider und Götz George ihr Filmdebüt gegeben haben, sondern es ist auch der Titel eines Schlagers von Franz Doelle aus den 1920er Jahren. Die Comedian Harmonists, Zarah Leander und Liane Augustin, Max Raabe und andere Interpreten hatten den Titel in ihrem Repertoire.

Der Flieder mit seinem betörenden Duft und attraktiven Blüten ist also nicht nur ein beliebtes Gartengehölz, sondern auch ein viel besungener Blütenstrauch. Etwa 30 unterschiedliche, in Europa und Nordostasien beheimatete Arten umfasst die Gattung Syringa, deren bekanntester Vertreter der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) ist. Er stammt aus Südosteuropa und gelangte wohl bereits im 10. Jahrhundert durch die Araber nach Spanien, von wo er sich allmählich in die Gärten Mitteleuropas ausbreitete. Nach einer anderen Version soll ein österreichischer Gesandter im Jahre 1565 den Flieder aus der Türkei an den Wiener Hof mitgebracht haben, von wo er dann in den Gärten Mitteleuropas Einzug hielt. Wie dem auch sei, bekannt wurde der Blütenstrauch unter den Namen Spanischer und Türkischer Flieder.

Intensive Züchtungsarbeiten gehen vor allem auf das späte 19. und frühen 20. Jahrhundert in Frankreich zurück, wodurch viele Sorten und Varietäten entstanden sind, die die Verbreitung des Flieders als Gartenpflanze stark förderten. Man schätzt die Zahl der unterschiedlichen Gartenformen heute auf zirka 800. So gibt es nicht nur große und kleine, gefüllte und ungefüllte Blüten, sondern auch ein umfangreiches Blütenfarbspektrum: Neben blauen, lilarosa, hellgelben, roten und rotvioletten gibt es auch die erwähnten weißen Blüten oder auch mehrfarbige Varianten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 19/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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