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Vierblättrige Kleeblätter sind beim Rotklee eher selten zu finden und gelten daher als Glücksbringer. Foto: Karin Stern

Analog zu Hasenpfote und Marienkäfer soll auch so manche Pflanze das Glück für ihren Besitzer anziehen. Eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht – aber es kann ja auch nicht schaden.

Zum anstehenden Jahreswechsel hat der aus Mexiko stammende Glücksklee (Oxalis deppei) wieder Hochsaison. Als Topfware sind die Pflanzen, verziert mit Schornsteinfeger, Hufeisen oder Fliegenpilz, ein beliebtes Mitbringsel zur Silvesterfeier oder dem Familientreffen an Neujahr. Zum Wegwerfen ist der Glücksklee jedoch zu schade, denn er lässt sich an einem hellen Standort bei 10 bis 15 °C weiterkultivieren. Das Substrat darf dabei weder zu trocken noch zu feucht sein. Nach den Eisheiligen kommt der Glücksklee ins Freie an einen hellen, halbschattigen Standort. Schnell bilden sich neue Blätter und bald darauf Blüten. Je nach Sorte zeigen sie sich in Rosa, Gelb oder Weiß.

Im Herbst zieht der Glücksklee ein. Die frostempfindlichen Zwiebeln sollten dann ausgegraben und befreit von Erde bis zum erneuten Einpflanzen im April kühl und trocken gelagert werden. Die Kultur im Topf erleichtert die Pflege des kleinen Mexikaners, weil sie das herbstliche Ausgraben erspart. Glücksklee vermehrt sich über Brutzwiebeln und erhält daher jedes Frühjahr ein größeres Gefäß. Von März bis August empfiehlt sich alle zwei bis drei Wochen eine Flüssigdüngung.

Botanisch gesehen ist der Glücksklee als Sauerkleegewächs mit unserem heimischen Klee nicht verwandt. Der purpurrote Wiesenklee (Trifolium pratense) und der Kriechende Weißklee (Trifolium repens) weisen im Normalfall dreizählig gefingerte Blätter auf, wie es Botaniker wissenschaftlich korrekt ausdrücken. Das bedeutet, dass ein einziges Blatt aus drei Teilblättchen besteht. Vierblättrige Kleeblätter sind daher eine Besonderheit und galten schon den keltischen Druiden als heilig, da sie Schutz vor dem Bösen bieten und hellseherische Fähigkeiten fördern sollten. Symbolisch stehen die Blätter für die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft. Im Christentum versinnbildlichen sie das Kreuz Christi. Nährstoffüberversorgung fördert die Entstehung solcher Blätter.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 51/52/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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