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Artenreiche Gärten fördern eine Vielzahl von Nützlingen. Foto: Karin Stern

Wer den nützlichen Bestäubern einen reich gedeckten Tisch, geeignete Kinderstuben und Baumaterial für ihre Brutzellen bietet, holt sie damit dauerhaft in den Garten.

Die verschiedenen Arten der Wildbienen sind meist Einzelgänger und leben solitär. Ein Weibchen legt im Laufe seines vier- bis achtwöchigen Lebens bis zu 30 Brutzellen in hohlen Pflanzenstängeln oder Erdlöchern an. Darin befinden sich neben dem Ei ausreichend Pollen und Nektar zur Versorgung der Larve. Nachdem die Zelle mit zerkauten Pflanzenteilen, Lehm, Sand oder Harz verschlossen wurde, beginnt das Weibchen mit dem Bau der nächsten. Ungefähr ein Jahr später schlüpfen die jungen Wildbienen.

Etwa ein Drittel der nestbauenden Wildbienenarten ist auf den Pollen bestimmter Pflanzenfamilien angewiesen oder gar auf einzelne Arten spezialisiert. Die nützlichen Insekten fördert man mit ungefüllten Blüten. Sie bieten Nektar und Pollen, während gefüllte Blüten nur Blütenblätter aufweisen. Wer zusätzlich darauf achtet, dass vom Frühjahr bis zum Herbst stets einige Pflanzen blühen, hat schon viel getan. Zu den unverzichtbaren Arten gehören Weiden, Glockenblumen, Natternkopf, Löwenzahn, Taubnesseln, Knoblauchsrauke und Kriechender Günsel. Auch auf Gamander-Ehrenpreis, Wollziest und die Zaunwicke haben sich einige Wildbienenarten spezialisiert.

In einem wildbienenfreundlichen Garten darf ein Kräuterbeet nicht fehlen. Dabei sollte ein Teil der Pflanzen in die Blüte gehen dürfen. Hoch im Kurs stehen die Blüten von Lauch und Lavendel ebenso wie die von Thymian, Borretsch, Rosmarin, Oregano, Ysop und Salbei. Bei der Auswahl von Ziergehölzen lohnt sich genaues Nachfragen. So bieten die Blüten der Zieräpfel reichlich Pollen und Nektar, während die der Forsythie weder das eine noch das andere aufweisen. Zu den wertvollen Bienengehölzen zählen Kornelkirsche, Schlehe, Blut-Pflaume, Johannisbeere, Wildrose und der Blasenstrauch. Auch die späte Blüte des Efeus ist eine wichtige Nahrungsquelle im September.

Neben dem Futter spielen geeignete Nistplätze eine wichtige Rolle. Nisthilfen werden gerne und zügig angenommen. Drei Viertel aller Wildbienen bauen ihre Brutkammern im Boden, in Sandhaufen oder an Böschungen. Daher sollte konsequent auf solche Nistmöglichkeiten geachtet werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 13/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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