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Als idealer Bodendecker unterdrückt Balkanstorchschnabel erfolgreich Unkraut. Foto: Karin Stern

Trockener Schatten, wie er oft in der Nähe von Gebäuden, unter Gehölzen oder in Innenhöfen vorkommt, gilt als schwierig zu gestaltender Bereich. Aber es gibt sie, jene Stauden, die mit wenig Niederschlag und Licht auskommen und dabei sogar noch üppig blühen.

Für die Begrünung von Flächen unter Gehölzen eignet sich der Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) mit seinen oberirdischen Rhizomen ganz besonders. Mit ihrer Hilfe breitet er sich im Laufe der Zeit willig aus. Die Staude blüht je nach Sorte in reinem Weiß ('White Ness', 'Spessart' mit roten Staubgefäßen) oder in verschiedenen Rosa-Violett-Schattierungen. Sie reichen von zartem Rosa bis zum kräftigen Magenta. 'Czakor' zeigt eine besonders farbintensive Blüte in Purpurrosa und eignet sich sehr gut für die großflächige Verwendung. Als Zugabe gibt es im Herbst eine aprikosengelbe Färbung des Laubs. Doch dieser Storchschnabel besiedelt nicht nur halbschattige Stellen, auch in voller Sonne kommt er bestens zurecht und blüht hier sogar noch üppiger.

Eher selten anzutreffen, aber doch für Problemstandorte sehr zu empfehlen ist der Steinsame. Der Handel bietet ihn gleich unter zwei lateinischen Bezeichnungen an: Lithospermum purpurocaeruleum und Buglossoides purpurocaeruleum. Die heimische Staude für den Gehölzrand breitet sich über bogige Absenker flächig aus. Die reizenden Blüten färben sich von Mai bis Juni im Aufblühen von Rot nach Blau. Wurzeldruck, Trockenheit und kalkhaltigen Boden steckt der Steinsame locker weg.

Einmal gepflanzt und eingewachsen, verdrängt er jedoch weniger robuste Nachbarn. Einzig der Blutstorchschnabel (Geranium sanguineum ) zeigt eine ähnliche Stärke und eignet sich daher perfekt als Pflanzpartner. An den passenden Stellen im Garten sorgt die Vitalität beider Stauden für bodendeckendes Grün und hübsche Blüten. Blutstorchschnabel ist sehr robust und unempfindlich gegenüber Schnecken und anderen Schädlingen. Er kommt auch auf vollsonnigen Böschungen, im Steingarten oder Trog bestens zurecht.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 7/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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