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Wie ein Wasserfall wirkt die überwältigende Blüte. Foto: Karin Stern

Blauregen gehört mit seiner reichen Blüte zu den beliebtesten Kletterpflanzen in unseren Gärten. Noch vor dem Laubaustrieb öffnen sich die langen Blütentrauben des Chinesischen Blauregens (Wisteria sinensis). Etwas später, gemeinsam mit den frischgrünen Blättern, präsentiert sich die Blütenfülle des Japanischen Blauregens (Wisteria floribunda). Doch der Blühtermin ist nicht der einzige Unterschied zwischen den beiden Arten. Daher lohnt sich vor dem Kauf ein genaues Hinschauen auf das Pflanzenetikett.

Von April bis in den Juni hinein erfreuen die 15 bis 30 cm langen Blütentrauben des Chinesischen Blauregens. Während die Kletterpflanze an sich unsere Winter problemlos übersteht, ist die frühe Blüte bei Spätfrösten jedoch gefährdet. Alle Blüten öffnen sich zur gleichen Zeit. Gelegentlich kommt es bei älteren Pflanzen im Sommer zu einer Nachblüte. Der Chinesische Blauregen kann eine Höhe von bis zu 10 m erreichen und ist damit wuchskräftiger als der Japanische Blauregen, der zwischen 3 und 8 m hoch wächst. Die japanische Verwandtschaft blüht von Mai bis Juni. Da sich die Blüten zeitgleich mit dem Blattaustrieb öffnen, blitzen zwischen den 40 bis 70 cm langen Blütentrauben grüne Blätter hervor. Wichtig zu wissen: Die Blütentrauben des Japanischen Blauregens öffnen sich von der Basis bis zur Spitze langsam und blühen nie alle gleichzeitig auf. Beide Arten bringen Sorten mit weißen Blüten hervor ('Alba'). Wisteria floribunda erweitert das Farbspiel sogar noch mit zwei rosafarbenen Sorten ('Rosea' und 'Pink Ice').

Sämtliche Teile beider Blauregenarten sind giftig. Dies gilt auch und besonders für die Samen in den grünen Hülsen. Beide Arten brauchen zudem eine stabile Kletterhilfe. Wer Hauswände und Mauern mit Drahtseilen als Kletterhilfen versieht, sollte auf jeden Fall Nachspannmöglichkeiten vorsehen. Nach einem Regen bringen die Blatt- und Blütenmassen ein ansehnliches Gewicht auf die Waage. Ausreichende Stabilität ist daher oberstes Prinzip. Es ist ratsam, Blauregen von Regenrohren und Dachrinnen fernzuhalten. Die starken Lianen können die Rohre nicht nur verstopfen, sondern sogar zusammendrücken. Blauregen bildet mit den Jahren einen stabilen Stamm aus und kann die Krone auch ohne Kletterhilfe tragen. Mit dem richtigen Schnitt lässt sich die Pflanze daher auch als Stämmchen ziehen oder im Gartenhandel kaufen.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 16/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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