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Mit wenigen Mitteln und ein paar Handgriffen entstehen Rückzugsmöglichkeiten für Nützlinge. Foto: Karin Stern

Hilfreiche Schädlingsbekämpfer wie Marienkäfer, Schwebfliege, Florfliege, Spitzmaus, Erdkröte, Eidechse, Igel & Co. lassen sich mit passenden Unterschlupfmöglichkeiten in den Garten locken. Jetzt im Herbst suchen die Nützlinge geeignete Winterquartiere.

Mit nur wenigen Handgriffen entstehen perfekte Refugien für nützliche Insekten. Sie verstecken sich gerne in kleinen Reisighaufen aus Ästen und Zweigen, die in einer abgelegenen Gartenecke untergebracht werden können. Marienkäfer bevorzugen Laubhaufen. Einige aufgelegte Reiser verhindern das Davonwehen im herbstlichen Wind. Aufgeschichtete Sandsteine oder eine von der Sonne erwärmte Trockenmauer sind ein begehrtes Quartier für Erdkröten, Blindschleichen und Spitzmäuse. In den Ritzen bleibt es auch im Winter schön trocken. Viele Nützlinge wie die Raubwanze bevorzugen solche Stellen für ihre Eiablage. Auch einige Wildbienenarten sind für die Eiablage auf Erdhöhlen oder Hohlräume zwischen Steinen angewiesen. Nur etwa ein Drittel aller Arten bevorzugt in Holzklötze gebohrte Nistlöcher oder nimmt mit hohlen Bambusröhren Vorlieb. Beide Varianten sollten unbedingt regengeschützt und der Sonne zugewandt aufgehängt werden. Ohrwürmer beziehen mit Holzwolle oder Stroh gefüllte Tontöpfe, die mit der Öffnung nach unten in Obstbäume gehängt werden. Die nützlichen Krabbeltiere ernähren sich hauptsächlich von Insekteneiern.

Gärtner, die ihr Grundstück im Herbst nicht vollständig aufräumen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Nützlingen. Abgestorbene Blüten, hohle Stängel von Stauden und liegen gebliebenes Laub unter Sträuchern sind natürliche Winterverstecke für Nützlinge. Sie nehmen auch die Borke alter Bäume, Ritzen in Holzwänden und Steinmauern sowie aufgeschichtetes Holz als Quartier an. Mit dem Herbstputz nimmt man es daher besser nicht so genau. Im Frühjahr, vor dem Austrieb der Stauden, kann dies nachgeholt werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 41/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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