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Viele der Photovoltaik-Ü20-Anlagen gehören noch lange nicht zum alten Eisen. Foto: LEL Schwäbisch Gmünd

Die derzeit im Raum stehenden Ziele in Sachen Energiewende und Klimaschutz sind hochgesteckt. Erst Mitte September hat EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die verschärfte Marschrichtung der EU formuliert. Um mindestens 55 % sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Referenzjahr 1990 gesenkt werden. Zuvor lautete das Ziel noch auf 40 %. Im Rahmen der nationalen Umsetzung der EU-Ziele hat die Bundesregierung am 10. Juni 2020 den "Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplan" (NECP) verabschiedet. Auch darin steht geschrieben, dass die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 55 % gegenüber 1990 gesenkt werden sollen. Für die Erneuerbaren wird ein Ziel von 30 %, gemessen am Bruttoendenergieverbrauch genannt. Die Photovoltaikleistung soll bis zum Jahr 2030 auf ein Leistungsvolumen von mindestens 98 GWp (Gigawatt-Peak) ausgebaut werden.

Zur konkreten Umsetzung der nationalen Ziele im Stromsektor hat das Bundeskabinett am 23. September 2020 den Entwurf des neuen EEG 2021 verabschiedet, welcher nun in den kommenden Wochen das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen wird. Dieser nennt für die Photovoltaik ein geringfügig höheres Ausbauziel von 100GWp bis 2030. Im Entwurf des EEG 2021 sind erstmals Regelungen zu den ausgeförderten Anlagen enthalten. Branche und Betreiber kritisieren jedoch, dass es sich lediglich um unbefriedigende Übergangsregelungen handele und diese für den Zeitraum nach Ablauf der 20-jährigen Förderphase nicht ausreichend seien, um einen Weiterbetrieb insbesondere kleinerer Anlagen nachhaltig zu gewährleisten. Und dies vor dem Hintergrund, dass die meisten der ausgeförderten PV-Anlagen oftmals technisch noch völlig in Ordnung sind, durchaus gute Erträge erwirtschaften und damit auch weiterhin betrieben werden und in Sachen Klimaschutz ihren Beitrag leisten könnten.

Wie viele Anlagen fallen aus der Förderung?

Zum 31. Dezember 2020 fallen in Summe rund 18.000 Anlagen mit 114 MWp aus der Förderung. In den nächsten fünf Jahren bis Ende 2024 sind es in Summe schon 1.105 MWp. Diese Anlagen produzieren jährlich ausreichend Strom, um 220.000 Haushalte zu versorgen, unterstellt man einen spezifischen Ertrag von rund 900 kWh/kWp. Danach werden es von Jahr zu Jahr noch mehr und noch größere Anlagen.

Handelt es sich bei Ü20-PV-Anlagen um EEG-Anlagen?

Grundsätzlich ja. Für die Anlagen bleibt auch nach Ende der Förderdauer das EEG zuständig. Insofern bietet es sich an, wie von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) vorgeschlagen, von "Ü20-Anlagen" zu reden. Begriffe wie "Post-EEG-Anlagen" hingegen deuten in die falsche Richtung.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2020 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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