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Der Anteil fortschrittlicher Biokraftstoffe innerhalb der THG-Quote soll steigen. Foto: Landpixel

Deutschland setzt sich ehrgeizige Ziele bei der Verkehrswende: Der Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehr soll innerhalb von zehn Jahren auf 28 % steigen – und damit doppelt so hoch sein, wie von der EU bis dahin vorgeschrieben. Das Bundeskabinett hat dazu am vorigen Mittwoch den Entwurf für ein Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verabschiedet, mit der die EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien im Verkehr (REDII) in nationales Recht umgesetzt wird.

Im Kern sieht der Kabinettsentwurf vor, die im Bundesimmissionsschutzgesetz festgeschriebene THG-Quote von heute 6 % bis 2030 stufenweise auf 22 % anzuheben. Die Minderungsverpflichtung soll allerdings nicht linear steigen. Vielmehr ist bis zum Jahr 2025 ein Anstieg auf nur 8 % geplant. Deshalb ist in den Jahren danach ein steiler Anstieg der Minderungskurve notwendig, damit der Zielwert von 22 % bis 2030 erreicht wird. Bekanntlich verpflichtet die THG-Quote Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen, die Treibhausgasemissionen des von ihnen abgesetzten Kraftstoffs um einen von der Politik vorgegebenen Prozentsatz zu senken.

Mit Biokraftstoffen, Wasserstoff, PtX-Kraftstoffen auf Strombasis und Strom für E-Fahrzeuge sieht der Regierungsentwurf dafür mehrere Erfüllungsoptionen mit Unterquoten vor. So soll der Anteil fortschrittlicher Biokraftstoffe innerhalb der THG-Quote von derzeit null auf mindestens 2,6 % bis 2030 steigen. Außerdem soll die Mindestquote für flüssige Kraftstoffe aus Ökostrom (Power-to-Liquid, PtL) schrittweise auf mindestens 2 % angehoben werden. Zusätzlich werden strombasierte Kraftstoffe im Straßenverkehr doppelt auf die THG-Quote angerechnet, die direkte Nutzung von Strom in Antrieben sogar dreifach.

Der Anteil von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermitteln soll hingegen bei der aktuellen Obergrenze von 4,4 % eingefroren werden. Nach Ansicht von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) braucht Deutschland mehr "moderne, saubere Technologien, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen". Mit dem Gesetz zur Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe schafft die Bundesregierung nach ihrer Überzeugung ein wirksames Instrument, um die Treibausgasemissionen wirklich zu verringern.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 6/2021 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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