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Ohne Biogasanlagen müssten viele der Dienstleistungen in der Erneuerbaren-Energien-Erzeugung auf andere Weise erbracht und finanziert werden. Foto: agrar-press

Die Autoren der Studie "MakroBiogas" haben die zusätzlichen Leistungen von Biogasanlagen herausgearbeitet, die nach dem Auslaufen des Erneuerbare-Ener­gien-Gesetzes (EEG) wegzubrechen drohen. Der Abschlussbericht ist ab sofort online beim Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) unter fnr.de in der Projektdatenbank mit der FKZ 22403616 verfügbar.

Biogasanlagen gelten laut der FNR im Vergleich zu Windkraft- oder Photovoltaikanlagen als teure Erneuerbare-Energien-Erzeuger. Doch den höheren Kosten stehe auch eine Reihe von zusätzlichen Leistungen gegenüber: Die Anlagen könnten Treibhausgasemissionen aus Gülle und Mist einsparen, überschüssige Nährstoffe in wertvolle, handelbare Dünger umwandeln und organische Abfälle energetisch verwerten. Mit den richtigen Vorgaben zum Energiepflanzenanbau wären die "runden Bottiche" sogar Teil der Lösung für mehr Biodiversität und Gewässerschutz auf dem Acker, betonen die Autoren der Studie. Die vielfältigen Zusatzleistungen von Biogas­anlagen jenseits der Strom-, Wärme- und Methanerzeugung würden gesellschaftlich oft wenig wahrgenommen und finanziell nicht honoriert. Wenn die auf 20 Jahre festgelegte EEG-Vergütungsdauer demnächst für immer mehr Biogasanlagen auslaufe, drohe nicht nur ein Rückschritt bei der Erneuerbaren-Energien-Erzeugung, sondern auch bei den genannten Mehrwerten für die Gesellschaft.

Deshalb plädieren die Autoren der Studie dafür, den ökonomisch-regulatorischen Rahmen für Biogasanlagen anzupassen, damit diese ihre zusätzlichen Leistungen entfalten können. Ohne Biogasanlagen müssten viele der Dienstleistungen auf andere Weise erbracht und finanziert werden. Dies sollte bei der Diskussion über die Zukunft der Biogasanlagen stärker als bislang berücksichtigt werden.

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