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Deutschland drohe seine Wettbewerbsfähigkeit als Standort zur Speiseölproduktion zu verlieren, warnt Ovid-Verbandspräsidentin Kleinschmit von Lengefeld. Foto: Ovid

Angesichts steigender Energiekosten hat der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (Ovid) bezahlbare klimaneutrale Energie gefordert. Verbandspräsidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld hielt die Politik am Montag auf einer Veranstaltung der Agentur für Erneuerbare Energien an, den Ausbau klimaneutraler Energieträger energischer voranzutreiben sowie die Carbon-Leakage-Verordnung nachzubessern.

Aktuell seien klimaneutrale und vor allem auch bezahlbare Energieträger wie etwa Grüner Wasserstoff "im industriellen Maßstab schlicht nicht verfügbar". Nach Angaben von Ovid sieht der Gesetzgeber zur Vermeidung der Verlagerung von Emissionen für die Branche derzeit eine Kompensation in Höhe von 70 % des CO2-Preises vor. Der Verband fordert eine Anhebung 95 %. Eine Studie des Deutschen Instituts wür Wirtschaftsforschung zähle die Ölsaaten verarbeitende Industrie zu den am stärksten von Abwanderung bedrohten Sektoren.

"Wir wollen auch weiterhin in Deutschland produzieren. Doch dazu müssen jetzt die Weichen in Richtung Zukunft gestellt werden", mahnte Kleinschmit von Lengefeld.

Die Verbandspräsidentin unterstrich zugleich, dass die Ölsaaten verarbeitende Industrie hinter den Pariser Klimazielen stehe und den Weg zur Klimaneutralität zügig beschreiten wolle. Laut Ovid investieren die deutschen Ölmühlen und Pflanzenölraffinerien seit mehr als 20 Jahren in Energieeffizienz, dennoch benötigen sie pro Jahr etwa 4 TWh in Form von Strom und Wärme. Gleichzeitig stiegen die Energiekosten durch den CO2-Preis, während die Kompensation durch die Carbon-Leakage-Verordnung nicht ausreiche. "Geht das so weiter, verliert Deutschland als Standort zur Speiseölproduktion seine Wettbewerbsfähigkeit", warnte Kleinschmit von Lengefeld.

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