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Windstrom, der sonst abgeregelt werden musste, wurde in der Modellregion vor Ort zur Wärmeversorgung genutzt. Foto: Iris Jaeger

Mittels intelligent gesteuerter Hybridheizungen kann ansons­ ten abgeregelter Windstrom zur Wärmeversorgung von Gebäu­den eingesetzt werden und dort die CO2­-Emissionen spürbar senken. Das zeigen die Ergebnisse der bundesweit einmaligen Wind­-und­-Wärme­-Modellregion im Friedrich­-Wilhelm­-Lübke­-Koog im Kreis Nordfriesland. Dort wurde Windstrom immer dann zur Wär­meversorgung genutzt, wenn die überregionalen Stromnetze die­sen nicht aufnehmen konnten. Im Jahr 2020 konnten durchschnitt­lich 10 % des Wärmebedarfs so gedeckt werden.

Dafür wurden in 13 Gebäuden effiziente Öl­-Hybridheizungen mit ei­nem virtuellen Kraftwerk verbun­den. Durch die Kombination aller im Projektverlauf durchgeführten Maßnahmen konnten die kumu­lierten CO2­-Emissionen der 13 Ge­bäude insgesamt um 34 % redu­ziert werden. Einzelne Gebäude erreichten sogar Einsparungen von bis zu 49 %. Die vor zwei Jahren gestartete Wind-­und­-Wärme­-Modellregion hat damit gezeigt, wie eine Heraus­forderung gemeistert werden kann, die sich durch das schwankende Angebot von Windkraft ergibt. Wird besonders viel Strom produziert, können die bis heute nicht ausreichend ausgebauten Übertragungsnetze diesen nicht immer aufnehmen und wirken wie ein Flaschenhals.

Die Folge sind Abregelungen von Windkraftanlagen, etwa in der Westküstenregion Schleswig-Holsteins. Diese werden auf Anweisung des Netzbetreibers abgeschaltet, obwohl sie Strom liefern könnten. Dies wird auch nach dem Netzausbau eine Herausforderung bleiben, da der Anteil der Erneuerbaren Stromproduktion weiter stark steigen muss, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

In der Modellregion konnte die ansonsten ungenutzte Energie gleich vor Ort zur Wärmeversor­gung von Häusern genutzt wer­ den. Dafür sorgten Hybridheizsysteme, die Wärme wahlweise mit Heizöl oder Windstrom erzeugen können. Dazu wurden in die Wär­mespeicher der Heizungsanlagen elektrische Wärmeerzeuger eingebaut, die über ein virtuelles Kraftwerk in Echtzeit ferngesteuert wurden.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 20/2021 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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