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Der Methanrechner hilft dabei, Prozesse in der Biogasanlage zu optimieren. Foto: agrar-press

Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) hat ein praxisnahes Berechnungsmodell entwickelt, das die Abschätzung der Methanbildung in einer Biogasanlage sowie im Gärrestlager unter Berücksichtigung von spezifischen Anlagen- und Prozessparametern erlaubt.

Der Methanrechner kann als Hilfsmittel zur Optimierung der Prozessführung in Bestandsanlagen oder bei der Konzipierung von Neuanlagen verwendet werden. Der Rechner wurde im Rahmen des Förderprojektes "Optimierung der Methanausbeute in landwirtschaftlichen Biogasanlagen (Opti-Methan)" entwickelt und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziell unterstützt.

Bislang sind Ansätze zur praxisnahen Bewertung der Methanbildung in Biogasanlagen nur begrenzt verfügbar. Um den Bau einer Biogasanlage zu planen oder den Betrieb einer Bestandsanlage zu bewerten, werden in der Regel Standardwerte oder Gärtests für die Methanausbeute der unterschiedlichen Einsatzstoffe herangezogen. Der Einfluss von Prozessparametern, insbesondere der hydraulischen Verweilzeit, wird dabei nicht ausreichend berücksichtigt. Das neu entwickelte Berechnungsmodell des ATB zeigt hingegen die Zusammenhänge zwischen dem Methanpotenzial im Gärsubstrat, der im Fermenter/Nachgärer gebildeten Methanmenge, dem Gärrestpotenzial sowie der bei der Lagerung tatsächlich freigesetzten Methanmenge auf. So findet die Korrelation zwischen Prozessparametern, insbesondere der Verweilzeit, und der Methanbildung entlang der gesamten Prozesskette (Gärsubstrat – Fermenter/Nachgärer – Gärrestlager) Beachtung.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 08/2020 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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