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Die Bundesregierung hat die verstärkte energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern als wichtige Maßnahme des Klimaschutzprogramms 2030 festgelegt. Foto: Imago

Das seit Januar gültige novellierte Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) legt neue Rahmenbedingungen für den künftigen Ausbau der Erneuerbaren Energien fest, um das Ziel von 65 % Erneuerbarem Strom bis 2030 zu erreichen. Für Güllekleinanlagen ergeben sich einige Änderungen. Deren FÖrderung fokussiert nicht primär auf Stromerzeugung und -vermarktung, sondern verstärkt auf Umwelt- und Klimaschutz.

Derzeit wird rund ein Drittel des Wirtschaftsdüngeraufkommens in Biogasanlagen genutzt. Diesen Anteil will die Bundesregierung künftig deutlich erhöhen und hat deshalb die verstärkte energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern und landwirtschaftlichen Reststoffen in Biogasanlagen als eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzprogramms 2030 festgelegt.

Die Vergärung der vergleichsweise energiearmen Gülle dient dabei weniger der Energieerzeugung als vielmehr der Vermeidung klimaschädlicher Emissionen. So ließen sich bei einer vollständigen Behandlung der anfallenden Wirtschaftsdünger jährlich bis zu 10 Mio. t CO2-Äq. einsparen. Allein durch die Einsparungen aus der Güllebehandlung könnten bereits 34 % der im Klimaschutzplan festgeschriebenen Klimaschutzziele für die Landwirtschaft erreicht werden.

Das EEG 2021 sieht deshalb weiterhin die Sondervergütungsklasse für "Güllekleinanlagen" vor; Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von von maximal 150 kWel und einem Gülleanteil von mindestens 80 Masseprozent erhalten demnach eine Vergütung von 22,23 ct/kWhel. Diese Vergütung sinkt ab Juli 2022 jährlich um 0,5 % gegenüber dem Vorjahreswert.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 16/2021 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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