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Eine Integration von PV-Anlagen in landwirtschaftlich genutzte Flächen bietet die Gelegenheit, die Flächenkonkurrenz zu reduzieren. Foto: Agrar-Press

Der Bundesrat hat sich für ein eigenes Fördersegment "Agrarphotovoltaik (PV)" im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) ausgesprochen. Die Länder haben in ihrer Stellungnahme zur geplanten EEG-Novelle mit zahlreichen weiteren Forderungen, wie der Gesetzentwurf im Zuge des parlamentarischen Verfahrens noch geändert werden soll, gleich auch eine konkrete Ausgestaltung mitgeliefert.

Für Agrar-PV-Anlagen des sogenannten vierten Segments fordern sie für 2021 und 2022 ein jährliches Ausschreibungsvolumen von jeweils 50 MW zu installierender Leistung, 150 MW für 2023 und 2024 sowie 500 MW im Jahr 2025. Geht es nach der Länderkammer, sollen die Gebotshöchstwerte mit 8ct/kWh über jenen für Solarfreiflächenanlagen liegen. Der Bundesrat kann sich außerdem vorstellen, ein weiteres Fördersegment für "schwimmende" Solaranlagen beispielsweise auf Baggerseen ins EEG zu schreiben. Hier fänden die Länder eine Deckelung der Gebote bei 7ct/kWh angemessen.

Freiflächenanlagen stellten einen starken Landschaftseingriff dar und erhöhten die Flächenkonkurrenz zur Lebens- und Futtermittelproduktion, begründen die Länder ihren Vorstoß zur kombinierten Produktion von Pflanzen und Strom per Agrar-PV. Über oder integriert in landwirtschaftlich genutzte Flächen böten PV-Anlagen die Möglichkeit, die Flächenkonkurrenz zu reduzieren, was wiederum die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhe.

Der Zeitplan für das parlamentarische Verfahren zur EEG-Novelle ist durchaus sportlich: Bis zum Jahresende soll diese den Bundestag und den Bundesrat durchlaufen haben, um pünktlich am 1. Januar 2021 in Kraft treten zu können. Jetzt ist zunächst wieder der Bundestag am Zug, bevor sich dann die Länderkammer abschließend mit dem EEG 2021 beschäftigen wird.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 46/2020 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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