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Für Biomasseanlagen soll das jährliche Ausschreibungsvolumen 500 MW betragen. Foto: Imago

Das Bundeskabinett hat die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2021) verabschiedet. Darin ist festgelegt, dass 65 % des deutschen Strombedarfs bis 2030 aus Erneuerbaren Quellen stammen müssen. Angegeben wird auch, in welchem Umfang einzelne Technologien zu dem Ziel beitragen und mit welchen Ausbaupfaden dies erreicht werden soll.

Windenergie an Land soll laut EEG 2021 von heute 54 GW auf 71 GW im Jahr 2030 wachsen, die installierte Solarleistung von 52 GW auf 100 GW.

Für Strom aus Biomasse nennt die Vorlage für das Jahr 2030 weiterhin ein Ausbauziel von 8,4 GW installierter Leistung. Erreicht werden soll dies über den Zubau von insgesamt etwa 4 GW. Dafür sollen die Ausschreibungsvolumina für feste und gasförmige Biomasse auf 350 MW pro Jahr erhöht werden. Zusätzlich soll ein neues Ausschreibungssegment für Biomethananlagen mit erhöhten Flexibilitätsanforderungen über jährlich 150 MW eingeführt werden. In der Summe ergibt sich damit für Biomasseanlagen ein jährliches Ausschreibungsvolumen von 500 MW. Im ursprünglichen Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums waren lediglich 300 MW vorgesehen.

Auch bei den Gebotshöchstwerten für Biomasseanlagen hat es während der Ressortabstimmung noch Bewegung gegeben. Für Neuanlagen soll es jetzt 16,40 ct/kWh geben, für Anlagen im Bestand 18,4 ct/kWh. Für hochflexible Biomethan-Blockheizkraftwerke (BHKW) soll künftig ein Gebotshöchstwert von 19 ct/kWh gelten. Finanziert wird die Vergütung für Strom aus Erneuerbaren Quellen bekanntlich über die sogenannte EEG-Umlage. Für eine Entlastung bei den Strompreisen soll eine Begrenzung der Umlage auf 6,5 ct/kWh im kommenden Jahr und 6,0 ct/kWh im Jahr 2022 sorgen. Die Deckelung kostet insgesamt 11 Mrd. €, die aus dem jüngsten Konjunkturpaket der Bundesregierung stammen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 40/2020 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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