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Da im zweiten Maissilo noch etwa 28 m alte Maissilage lagerten, wurde in dieser Silokammer ein separates Silo angelegt. Zur Einlagerung fuhren die Abfahrwagen rückwärts hinein, in den oberen Bereichen wurde die Silage angeschoben. Foto: Dr. Susanne Ohl

Wer kennt das nicht: Nach einem Futterwechsel von der Maissilage des Vorjahres auf die neue Silage werden im Milchviehstall vermehrt Erkrankungen beobachtet. Die Schuld daran wird häufig der neuen Silage zugeschoben, denn an den übrigen Bedingungen im Stall und der Stallroutine hat sich nichts verändert. Ein genauer Blick auf die Silage und die Abläufe bei der Silobefüllung und Abdeckung können helfen, Klarheit zu schaffen und Ursachen zu identifizieren.

Ein Futterwechsel bedeutet für die Tiere grundsätzlich Stress, sodass dieser im Idealfall so schonend wie möglich vorgenommen wird, indem alte und neue Silage über ein bis zwei Wochen miteinander verschnitten werden. Es können aber auch zusätzliche Faktoren zu einer Beeinträchtigung der Tiergesundheit führen.

Eine solche Situation ergab sich auf dem Lehr- und Versuchsgut Futterkamp nach der Futterumstellung auf die 2019er Maissilage. Während die Futteraufnahme unverändert blieb, stieg die Zahl der Eutererkrankungen (Mastitis) im Dezember und Januar sprunghaft an. Daraufhin wurde die Maissilage über einen längeren Zeitraum näher untersucht, wobei der Fokus auf möglichen Unterschieden in den Horizonten der Silos lag. Der Befüllprozess wurde anhand der detaillierten und mit Zeitstempel versehen den Wiegungen genauestens nachvollzogen, ebenso die Vorgehensweise bei der Siloabdeckung.

Bei zwei 2,5 m hohen Maissilos wurden folgende Horizonte beprobt: die unterste Schicht 0,5 m über dem Boden, der mittlere Bereich 1 m über dem Boden, der obere Kernbereich 1,5 m über dem Boden und die oberste Schicht 0,3 m unter der Oberfläche. Die Proben wurden mit einem Bohrstock entnommen, der parallel eine Verdichtungsmessung ermöglichte. Bereits während der Probenahme fiel bei der sensorischen Überprüfung neben der deutlich wahrnehmbaren Essigsäure auch ein ungewöhnlicher, fruchtiger und klebstoffartiger Geruch der Silagen aus den beiden unteren Horizonten auf. Die aus den beiden oberen Horizonten entnommenen Silagen rochen angenehm säuerlich und aromatisch.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 39/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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