Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Methanmessung an einer Jerseykuh während des Weideganges auf dem Versuchsgut Lindhof der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel. Foto: Dr. Thorsten Reinsch

Die Landesregierung Schleswig-­Holsteins hat das Ziel formuliert, die klimawirksamen Treibhausgas­emissionen um 80 bis 95 % gegenüber dem Referenzjahr 1990 zu reduzieren. Inwieweit ist die schleswig-holsteinische Landwirtschaft hiervon betroffen? Wie viel klimarelevante Gase werden tatsächlich in der schleswig-holsteinischen Milchproduktion emittiert? Ist die Weidemilchproduktion klimafreundlicher als die Milchproduktion bei ganzjähriger Stallhaltung?

In Anbetracht zunehmender Temperaturen und Extremwetter­ereignisse ist der Klimawandel in Schleswig-Holstein heute schon deutlich spürbar. Die landwirtschaftliche Produktion ist direkt von der Witterung abhängig und somit eine Branche, die mit am stärksten von den Klimaveränderungen betroffen ist. Hauptursache für den Klimawandel ist eine steigende Konzentration von Treibhausgasen (THG) in der Atmosphäre, welche vor allem durch menschliche Aktivitäten freigesetzt werden, allem voran Kohlendioxid (CO2).

In Deutschland ist die Landwirtschaft nach dem Sektor Energie und Industrie mit einem Anteil von 7 % der wichtigste Emittent von THG-Emissionen. Aufgrund des großen Umfangs der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt deren Anteil in Schleswig-Holstein bei zirka 20 % und damit höher als im Bundesdurchschnitt.

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die THG-Emissionen in Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 % und bis zum Jahr 2050 auf über 80 % zu minimieren. Dies erfordert eine Anstrengung von allen Sektoren (Energie, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft). Welche Minderungen die Landwirtschaft hierzu beitragen kann, ist zurzeit Bestandteil der öffentlichen Diskussion. Die Bundesregierung hat für die Landwirtschaft einen Zielkorridor von -34 % zum Referenzjahr 1990 vorgeben.

Durch höhere Effizienzen von eingesetzten Ressourcen sowie einen verbesserten Zuchtfortschritt im Pflanzenbau und der Tierproduktion liegt die erzielte Minderung derzeit bei -16 %. Aufgrund des hohen Energieeinsatzes und der vergleichsweise hohen Besatzstärke trägt die Tierhaltung mit über 70 % zu den Emissionen aus der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein bei. Daher wird vor allem in diesem Betriebszweig geprüft werden müssen, welche weiteren Minderungsmaßnahmen möglich sind, ohne das betriebswirtschaftliche Gesamtergebnis zu verschlechtern.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2019 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.