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Die Septembersaaten sind bereits sehr weit entwickelt. Hier sind frühzeitige Wachstumsreglereinsätze zu empfehlen. Foto: Dr. Hans-Joachim Gleser

Die Wintergetreidebestände präsentieren sich aktuell sehr unterschiedlich. Während sich die unter günstigen Bedingungen bestellten Septembersaaten fast zu üppig entwickelt haben, litten spätere Aussaaten unten den häufig zu nassen Aussaatbedingungen. Durch den milden Winter haben sich diese späteren Saaten überwiegend noch gut entwickelt. Regional gibt es aber auch viele nur sehr schwach entwickelte Bestände. Einige für die Aussaat vorgesehene Flächen konnten gar nicht mit Wintergetreide bestellt werden.

Die Anwendung von Wachstumsreglern gehört zu den Standardmaßnahmen im Getreidebau. Neben der Kenntnis der Wirkstoffeigenschaften und der Witterung spielen für eine effektive Wachstumsregleranwendung weitere Faktoren wie Lageranfälligkeit der Sorte, Reaktion der Sorte, N-Düngung und N-Nachlieferung sowie die Bestandesdichte eine wichtige Rolle. Darüber hinaus muss auch immer die Verträglichkeit der Behandlungen beachtet werden. Normalerweise bestehen hierfür in Schleswig-Holstein unter den maritimen Klimabedingungen keine besonderen Probleme. Zunehmende Trockenphasen mit sehr hoher Sonneneinstrahlung führen aber dazu, dass Wachstumsregler auch hier vorsichtig eingesetzt werden müssen.

Wachstumsregler greifen in den Hormonhaushalt der Pflanze ein. Der Behandlungseffekt wird dabei maßgeblich auch von der Witterung, insbesondere Temperatur- und Sonneneinstrahlung, beeinflusst. Die einzelnen Wirkstoffe unterscheiden sich deutlich in ihren Temperaturansprüchen. Während die Wirkstoffe Chlormequatchlorid (CCC) und Mepiquatchlorid (Medax Top) bereits bei Tagestemperaturen von 6 bis 10 °C eingesetzt werden können, benötigen die Wirkstoffe Trinexapac (zum Beispiel Moddus) und Prohexadion (Medax Top, Prodax, Fabulis OD) Temperaturen über 12 °C. Noch höher sind die Temperaturansprüche beim Wirkstoff Ethephon (zum Beispiel Cerone 660) mit 15 °C. Durch Tankmischungen verschiedener Wirkstoffe lassen sich die Einsatzbereiche flexibler gestalten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 12/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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