Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Schematische Darstellunng des zulässigen seitlichen Rückschnitts eines Knicks. Grafik: Landwirtschaftskammer SH

Jährlich im Oktober beginnt für das rund 68.000 km lange Knicknetz in Schleswig-Holstein die Pflegesaison. Um die wichtigen Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu schützen und dennoch eine Nutzung der angrenzenden Flächen zu ermöglichen, ist die Pflege im richtigen Umfang zu gestalten. Dabei ist es wichtig, ordnungsrechtliche und Cross-Compliance-relevante Verstöße durch das Beachten von Bundes- und Landesnaturschutzgesetz zu verhindern.

Heute werden den vorwiegend im 18. und 19. Jahrhundert gestalteten Einfriedungen noch weitere Funktionen zugeschrieben als zu der Zeit ihrer Errichtung. Knicks haben verschiedene Aufgaben im Naturhaushalt. Sie dienen vor allem als Lebensraum, Futterquelle und Wanderkorridor für viele Tier- und Pflanzenarten, sind Windbrecher und Schattenspender. Zudem prägen sie das Landschaftsbild und fördern die Erholung und den Tourismus. Aufgrund der weitreichenden Funktionen auch bezüglich der Förderung der Biodiversität sind Knicks als Biotope gesetzlich geschützt.

Jährlich ab dem 1. Oktober können die ersten Knickpflegearbeiten begonnen werden. Dabei maßgeblich sind die Durchführungsbestimmungen zum Knickschutz, die vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein im Januar 2017 erlassen wurden. Diese Vorschriften sollen einen Funktionsverlust und eine Verringerung des Bestandes verhindern und die gesetzlichen Bestimmungen im Detail konkretisieren.

Das Auf-den-Stock-Setzen, umgangssprachlich als "Knicken" bezeichnet, darf frühestens alle zehn und sollte alle zehn bis 15 Jahre in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 28./29. Februar vorgenommen werden. Dieses ist jedoch keine Mussbestimmung. Beim Knicken ist darauf zu achten, dass die Gehölze eine Handbreit über dem Boden oder, wenn vorhanden, über dem Stockausschlag geschnitten werden. Dabei ist auf eine glatte Schnittfläche zu achten, so können weniger Fäulniserreger eindringen. Wird das Knicken mithilfe einer Knickschere vorgenommen, kommt es aufgrund des hohen Pressdrucks der Schere häufig zu ausgefransten, teilweise gespaltenen Stubben. Hier ist es sinnvoll, mit der Knickschere einen halben Meter über dem Boden anzusetzen und von Hand nachzuarbeiten. Ein Nachglätten der Schnittflächen von Hand ist im Einzelfall auch noch bis zum 15. März erlaubt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 43/2021 unter der Rubrik "Umwelt" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben