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Im Gegensatz zu tanninhaltigen Sorten (r.) blühen tanninfreie Sorten weiß (li.). Foto: Dr. Christian Kleimeier

2020 lag die Anbaufläche für Ackerbohnen mit 10.800 ha in Schleswig Holstein wieder über 10.000 ha. Ein stabiler Markt mit guten Absatzmöglichkeiten hat die Ackerbohne fest in die Fruchtfolgen der Ackerbaubetriebe integriert. Für die Praxis war es ein zufriedenstellendes Ackerbohnenjahr. Die Erträge lagen deutlich über dem Vorjahresniveau und lagen im Landesschnitt bei 54,4 dt/ha.

Ackerbohnen werden in der Regel auf besseren Standorten angebaut, auf denen die Trockenphase im Frühjahr nicht so gravierende Auswirkungen auf die Pflanzenentwicklung hat. Dennoch ist laut einer aktuellen Studie des Alfred-Wegener-Institutes bedingt durch den Klimawandel häufiger mit Sommerdürre zu rechnen. Die Ursache dafür liegt in dem sich verstärkenden Trend, dass sich Wetterlagen länger halten. Bei der Ausprägung eines sehr stabilen Höhenhochdruckgebietes im April, welches die Regen bringenden Tiefdruckgebiete nach Skandinavien ableitet, kann es in Mitteleuropa im April zu einem Wasserdefizit und Frühsommertrockenheit kommen, die durch die höhere Verdunstung und Atmung in den Sommermonaten von den Sommerniederschlägen nicht mehr ausgeglichen werden kann.

Die Ackerbohne gehört mit ihrem enormen Wasserbedarf im Vergleich zu den anderen Kulturen zu denen, die sehr empfindlich auf Wassermangel reagieren. Glücklicherweise fällt die Wachstumsphase mit dem größten Wasserbedarf nicht in den April. 2020 begann die Frühjahrstrockenheit bereits im März und der April endete mit einer ergiebigen Regenphase. Auch der darauffolgende kühle Mai schadete den Ackerbohnen nicht. Junge Ackerbohnen sind recht frosthart. Der Blühbeginn der Ackerbohnen liegt zumeist in der ersten Junidekade, die Schotenfüllung und Abreife finden dann im Juli und August statt. 2020 konnten sich die Bohnen ausreichend aus den Niederschlägen versorgen. Phasen mit guter Bodendurchlüftung und guter Wasserversorgung wechselten sich ab, sodass einerseits die Stickstoffversorgung aus der Luft, andererseits auch die Nährstoffversorgung aus dem Boden ausreichend waren.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 4/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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