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Zu Beginn der Weidesaison 2018 war noch ausreichend Weidegras vorhanden, im Verlauf der Trockenheit war dies nicht mehr der Fall. Foto: Dr. Luise Prokop

In den vergangenen Jahren hat die Weidehaltung von Milchkühen wieder an Aufmerksamkeit gewonnen. Produzenten interessieren sich für die verschiedenen Möglichkeiten der Weidehaltung. Konsumenten achten beim Kauf tierischer Produkte zunehmend auf die Einhaltung von Tierwohlstandards. Dazu zählt auch die Weidemilch. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hat in ihrem Lehr- und Versuchszentrum in Futterkamp 2018 und 2019 mit einem Teil der Milchkuhherde Weidemilch erzeugt. Ergebnisse sollen im Folgenden aus Sicht der Fütterung und der Leistung vorgestellt werden.

In Ländern mit besonders guten Voraussetzungen für die Weidehaltung haben sich Landwirte auf diese Haltungsform spezialisiert und ein großes Wissen generiert. Dieses Wissen ist jedoch nicht eins zu eins auf die Verhältnisse in Schleswig-Holstein übertragbar. Die Weidehaltung von laktierenden Kühen ist mit deutlich mehr Herausforderungen verbunden als beispielsweise die der Jungtiere. Daher sollte am Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp (LVZ) die Haltung von Kühen unter Kriterien der Weidemilcherzeugung im Vergleich zur reinen Stallhaltung untersucht werden. Der Standort weist stallnahe Moorflächen auf, die jedoch auf NN oder knapp darüber liegen und die Weidehaltung nur in einem begrenzten Zeitfenster zulassen.

Kriterien der Weidemilcherzeugung

Die verwendeten Vorgaben der Meierei legen für die Produktion von Weidemilch fest, dass die Kühe an 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden täglich Zugang zur Weide haben müssen. Der Weidegang muss spätestens am 15. Juni beginnen. Pro Kuh muss eine Weidefläche von 0,1 ha zur Verfügung stehen. Ebenso muss ein konstanter Grasanteil von mindestens 50 % in der Trockenmasse im Grundfutter sichergestellt sein. Dies umfasst neben dem Weidegras auch Grassilage, Heu und Schnittgras. Des Weiteren muss ein Weidekalender geführt werden.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 38/2021 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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