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Einsaat der Versuchsparzellen und Freilegen einer Testreihe zur Orientierung. Foto: Prof. Wolfgang Kath-Petersen

Die geltende Düngeverordnung stellt die bisher üblichen Produktionsverfahren im Ackerbau infrage. Im Sinne der ausgewogenen Nährstoffversorgung und des jeweils standortabhängig angestrebten Ertragsniveaus versucht der Betrieb, mit den gegebenen Limitierungen klarzukommen. Da kann es helfen, wenn man gezielt die einzelnen Kulturen hinterfragt und über eine gemeinsame Betrachtung auch der technischen Möglichkeiten mit den Ansprüchen der Pflanze nach Lösungen sucht, um hier und dort möglicherweise vom Aufwand etwas einsparen zu können. Wie kann das konkret aussehen?

Das Forschungsprojekt "Pudama" (Punktgenaue Düngerapplikation zur Maisaussaat) stellte die Frage, ob es möglich ist, die Aufwandmenge zur Unterfußdüngung im Mais wesentlich zu mindern, wenn die ausgebrachte Menge zwischen den einzelnen Saatkörnern reduziert und dafür der Rest am Saatkorn konzentriert würde. Wie reagiert die Kultur – lässt sich dabei trotzdem noch das gleiche Ertragsniveau wie vorher halten? Genau das war der Ansatz des Forschungsprojektes, das das Institut für Bau- und Landmaschinentechnik der Technischen Hochschule Köln und die Firma Kverneland Group (Soest) durchgeführt haben. Das Projektteam, Dr. Max Bouten, Prof. Dr. Ing. Till Meinel und Prof. Dr. agr. Wolfgang Kath-Petersen, bekam dazu über drei Jahre eine Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Die Hypothese und das selbst gesteckte Ziel dazu lauteten: Die Düngeraufwandmenge ist bis zu 25 % zu reduzieren, die verbleibende Menge ist dabei am Saatkorn zusammenzufassen, also gesammelt abzulegen, und trotzdem soll das gleiche Ertragsniveau wie vorher erreicht werden können. Denn, so die Theorie, die Jungpflanze, für die der Startdünger gedacht ist, kann in der frühen Jugendentwicklung ohnehin nur im begrenzten Radius die Nährstoffe einsammeln. Das Wurzelwerk geht erst später in die Breite und dann ist die Pflanze längst dem kritischen Jugendstadium entwachsen.

Es gab zwei Zielrichtungen

Das Projekt hatte dabei zwei Zielrichtungen: Einerseits sollte die Technik an der Düngeeinrichtung der Einzelkornsämaschine so angepasst werden, dass die Zielsetzung einer Punktablage der Nährstoffmenge am Saatkorn zu erreichen war und gleichzeitig lautete der Anspruch, die Wirkung der Maßnahme in praktischen Feldversuchen über möglichst drei Jahre statistisch gesichert nachzuweisen.

Zum Projektstart gab es noch keine mechanisierte Lösung für die Maschine. Also wurde die technische Zielsetzung des Projektes vorweggenommen und zunächst manuell simuliert, die Düngerportionen also entsprechend von Hand dosiert und nach der Aussaat unter dem Saatkorn platziert. Die Aussaat selbst wurde mit der Standardtechnik durchgeführt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 12/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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