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Inwieweit sich auch mechanische Möglichkeiten der Unkrautregulierung in den konventionellen Anbau integrieren lassen, wird von der Landwirtschaftskammer getestet. Foto: Nils Klein

Niedrige Temperaturen in der ersten Aprilhälfte und Niederschläge sorgten dafür, dass nur wenige Maisbestände vor dem 20. April gedrillt wurden. Die Bodentemperatur von mindestens 8 °C und die Witterung sind entscheidend für die Auflaufgeschwindigkeit von Mais. Ein verzögertes Auflaufen senkt die Auflaufrate, und Beikräuter haben die Möglichkeit, sich konkurrenzlos zu entwickeln. Der folgende Artikel beschreibt, worauf beim Pflanzenschutz zu achten ist.

Seit dem vergangenen Jahr ist mit Zingis + Mero ein neues Maisherbizid auf dem Markt. Es hat eine gute Wirkung gegen Hirsearten, Einjährige Rispe und auch gegen Kamille, Storchschnabel, Windenknöterich und Gänsefußarten. Der Wegfall von Bromoxynil kann durch die Zugabe von 15 g/ha Peak gegen Knötericharten oder Ackerstiefmütterchen beziehungsweise durch 150 g/ha Arrat + 0,75 l/ha Dash bei Weißem Gänsefuß oder Schwarzem Nachtschatten kompensiert werden. Bei Peak ist die Auflage NG355 zu beachten, die besagt, dass prosulfuronhaltige Pflanzenschutzmittel innerhalb eines Dreijahreszeitraumes nur einmal mit maximal 20 g/ha auf derselben Fläche eingesetzt werden dürfen.

Was bei Herbiziden beachten?

Beim Einsatz von Herbiziden sollten starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen nicht auftreten, besonders leichter Frost beeinträchtigt die Maispflanze negativ. Aber auch Temperaturen über 25 °C bei der Applikation versetzen den Mais in Stress und ein Einsatz bei hohen Temperaturen ist auch aus Sicht der guten fachlichen Praxis nicht ratsam. Feuchte Böden sind bei der Applikation von Bodenherbiziden vorteilhaft, auch folgende Niederschläge lassen hohe Wirkungsgrade erwarten. Nach starken Niederschlägen sollte mit dem Einsatz von Herbiziden bis zu drei Tagen gewartet werden, damit die Maispflanze wieder eine Wachsschicht aufbauen kann. Bei einer kritischen Wetterlage kann zudem der Einsatz von Sulfonylharnstoffen wie beispielsweise MaisTer Power, Nicogan, Cato, Zingis oder Peak, Stress für die Pflanzen verursachen.

Bis zum Achtblattstadium befinden sich die jungen Maispflanzen in ihrer konkurrenzschwachen Phase, die meist noch niedrigen Temperaturen im April und Mai sorgen für ein verlangsamtes Wachstum.

Wie sieht die Strategie aus?

Klassischerweise gibt es zwei mögliche Strategien:

Einmalanwendung bei breiten Fruchtfolgen und geringem Unkrautdruck

Spritzfolge bei engen Maisfruchtfolgen, humosen, anmoorigen Böden, einem hohen Unkrautdruck, Problemunkräutern.

Ist der Besatz an Problemunkräutern wie Windenknöterich, Storchschnabel, Nachtschatten oder Hirsearten hoch, sollte auf eine Spritzfolge gesetzt werden. Viele dieser Unkräuter und Ungräser laufen in Wellen auf, sodass zum Termin der Einmalbehandlung die Unkräuter zu groß sein können oder aber nach der Anwendung noch eine späte Auflaufwelle erfolgt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 17/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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