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Eine mögliche Fütterungstechnik: Eine Weda-"OptiMum"-Fütterungseinheit pro Abferkelbucht mit einer Rohrtrennung vom Dosierer zum Fallrohr in den Trog. Foto: Christian Meyer

Laktierende Sauen sollten während der drei- bis vierwöchigen Säugephase maximal 15 % ihres Körpergewichtes einschmelzen. In verschiedenen Versuchen hat sich gezeigt, dass sich ein höherer Gewichtsverlust negativ auf die folgende Trächtigkeit auswirkt. Häufig sinkt die Wurfleistung in den Folgewürfen, weil die Befruchtungsrate schlechter wird. Magern die Sauen extrem ab, dürfen sie in der anstehenden Rausche auf keinen Fall wieder belegt werden. Die Sauen müssen zuerst in die entsprechende Kondition gefüttert werden. Die Gesundheit der Sauen und deren zukünftiger Ferkel ist immer vorrangig zu sehen.

Selbstverständlich kostet es Geld, eine Rausche zu überspringen, aber noch mehr Geld kostet es, wenn schwache Sauen, die keine Kondition aufbauen konnten, kleinere Würfe und eventuell zusätzlich die Ferkel noch niedrigere Geburtsgewichte haben. Weitere negative Einflüsse im Portemonnaie sind dann leere Abferkelbuchten und die Zerstörung der Sauengruppen. Aus dem Beschriebenen wird deutlich, wie wichtig die Ausfütterung der Sauen während der Laktationszeit ist; oft hängt das Schicksal der einzelnen Sau davon ab.

Um zu verhindern, dass die Sauen während der mehrwöchigen Säugezeit zu viel Körpermasse verlieren, müssen sie viel Futter aufnehmen. Ist die Futteraufnahme der Sauen zu gering, wird das eigene Körperfett eingeschmolzen und umgesetzt in Milch. Zu erkennen ist das Phänomen der schlechteren Futteraufnahme schon bei den Saugferkeln. In der Praxis wird dann von Fettdurchfällen gesprochen. Bei den Sauen können durch fehlende Fettauflagen Rücken- oder auch Schulterverletzungen auftreten. Während der Hauptlaktation benötigen hochfruchtbare Sauen zwischen 7 und 11 kg Futter täglich. Diese Mengen können die Tiere aber nicht in zwei Mahlzeiten fressen. Deshalb muss in mehreren kleineren Portionen gefüttert werden – am besten gleichmäßig über den Tag verteilt. Viele Landwirte stellt das jedoch vor arbeitswirtschaftliche Probleme. Ihnen fehlt die Zeit oder das entsprechende Personal, um den laktierenden Sauen das Futter häppchenweise in den Trog zu geben.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 41/2020 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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