Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Die Sternrollhacke kann verkrustete oder verschlämmte Böden sehr gut aufbrechen und passt besonders auf lehmige Standorte. Foto: Markus Mücke

Die mechanische Beikrautregulierung hat im ökologischen Landbau eine zentrale Bedeutung. Vor dem Hintergrund voranschreitender Wirkungslücken bei Herbiziden, des Wegfallens von Wirkstoffen und sonstigen Beschränkungen in beispielsweise Wasserschutzgebieten bahnt sich im konventionellen Anbau eine Renaissance von mechanischen Verfahren an. Gerade in jüngster Zeit ist eine ganze Reihe von neuen technischen Entwicklungen entstanden. Künftig sind weitere Innovationen von etablierten Herstellern, aber auch von neu in das Segment eingestiegenen Unternehmen zu erwarten.

Hier wird auf den gegenwärtigen Stand der Technik und Neuentwicklungen der reihenunabhängig arbeitenden mechanischen Systeme eingegangen.

Der Erfolg mechanischer Verfahren in der Beikrautregulierung wird in hohem Maße von der Witterung, der Bodenart, dem Bodenzustand und den Beikrautarten und deren Entwicklungsstand beeinflusst. Das kann im Umkehrschluss aber auch bedeuten, dass trotz moderner, funktionaler Technik der Regulierungserfolg und die erwartete Flächenleistung nicht immer realisiert werden können. Flankierend sind im Beikrautmanagement zudem wichtige vorbeugende Maßnahmen zu berücksichtigen, die im Ökolandbau Standard sind. Dazu gehören beispielsweise eine vielfältige Fruchtfolge mit einem Wechsel von Sommerungen und Winterungen sowie von Blatt- und Halmfrüchten, die bevorzugte Wahl von frohwüchsigen Sorten mit hoher und früher Bodendeckung, daneben auch eine angepasste Stickstoffversorgung und Aussaatzeitpunkte. Auch im konventionellen Ackerbau müssen diese vorbeugenden Maßnahmen wieder stärker Berücksichtigung finden. Künftig ausschließlich auf Herbizide, Hacke oder Striegel zu setzen, wird allein nicht ausreichen.

Reihenunabhängig arbeitende Zinkenstriegel kommen vorzugsweise in Getreide, Mais und Körnerleguminosen zum Einsatz. Aber auch in empfindlicheren Reihenkulturen wie Zuckerrüben, diversen Gemüsekulturen und Kartoffeln ist der Einsatz grundsätzlich möglich und häufig auch sinnvoll. Die Hauptwirkung des Striegels ist nicht das Herausreißen, sondern das Verschütten und das Freilegen der noch kleinen Beikräuter. Es muss deshalb bereits das frühe Fädchen- bis Keimblattstadium der Beikräuter getroffen werden. In diesen Stadien können Wirkungsgrade von über 80 % je Durchgang erreicht werden.

Bei der Zinkenstriegeltechnik lassen sich prinzipiell die Systeme mit direkt gefederten und mit indirekt gefederten Zinken unterscheiden. Bei direkt gefederten Zinkenstriegeln sind die Striegelzinken mit Federwindung direkt am Rahmen montiert. Die Aggressivität der Zinken wird über die Verstellung des Anstellwinkels variiert. Die meisten Hersteller bieten dafür auch eine stufenlose, hydraulische Verstellung vom Schlepper aus an. Die meisten angebotenen direkt gefederten Striegel haben frei bewegliche Zinkenfelder, die sich gut an wechselnde Bodenverhältnisse anpassen. Ein Nachteil ist, dass die Zinken bei Bodenunebenheiten keinen gleichmäßigen Druck ausüben und so auch eine unterschiedliche Arbeitsintensität aufweisen. Das kann zulasten der Kulturverträglichkeit gehen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 17/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben