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So müsste es auf fast jedem Haupttrieb aussehen, damit in einem gut entwickelten Raps die Bekämpfungsschwelle erreicht wäre. Foto: Manja Landschreiber

Über alle Kulturen hinweg hat sich in den vergangenen Jahren der Wegfall insektizider Wirkstoffe bemerkbar gemacht. Die Pyrethroide dominieren die Anwendungen mit allen negativen Auswirkungen, wie einerseits Resistenzentwicklung aufgrund des gleichen Wirkmechanismus und andererseits Einflüssen auf nützliche Begleitinsekten. Nun steht mit Biscaya ein weiterer Wirkstoff außerhalb der Pyrethroide nicht mehr zur Verfügung. Eine echte Resistenzvermeidungsstrategie mit Wirkstoffwechsel ist nicht möglich. Somit verbleibt die Anwendungshäufigkeit als Stellschraube, um die Resistenzentwicklung zu verzögern.

Die Anwendungshäufigkeit zu begrenzen, funktioniert aber nur, wenn der tatsächliche Zuflug von Rapsschädlingen auf der eigenen Fläche wahrgenommen wird und man nicht pauschalen Empfehlungen vertraut. Da ist nach wie vor die Gelbschale (mit Wasser, Spüli, Gitter und regelmäßigem Wasserwechsel) ein unverzichtbarer Partner zur Überwachung. Der tatsächliche Nutzen ist groß und jeder Landwirt sollte sich die Zeit für eine regelmäßige Kontrolle nehmen.

Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler

Der Große Rapsstängelrüssler erwacht schon bei Bodentemperaturen von zirka 5 °C auf den vorjährigen Rapsflächen. Das bedeutet, Landwirte, die die typischen Schadsymptome zur Ernte 2020 beobachtet haben, müssen ihre Flächen besonders früh und intensiv überwachen. Die Gelbschalen sollten dann auf der alten Rapsfläche und auf den in der Nähe befindlichen neuen Rapsflächen stehen. Das Erwachen der Käfer gilt es im Auge zu behalten, da diese sofort die nächstgelegenen Rapsschläge zur Eiablage aufsuchen.

Mit dem Vollzug der Eiablage beginnt auch schon die Schädigung des Rapses. Das Weibchen scheidet bei der Herstellung der Einischen Wuchsstoffe aus, die für die typischen Verdrehungen der Stängel verantwortlich sind. Diese Verdrehungen sind sehr auffällig und nicht zu verkennen. Die Bekämpfung muss demzufolge zeitnah (innerhalb von drei Tagen) zum Zuflug (Bekämpfungsschwellen!) vor der Eiablage erfolgen. Resistenztechnisch gibt es beim Rapsstängelrüssler noch keine Probleme.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 9/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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