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Die Mahd erfolgt nach Möglichkeit bei abgetrocknetem Boden und Bestand. Für Dauergrünland liegt die Schnitthöhe bei minimal 5 cm, um die Nachwuchskraft der Gräser zu sichern und Schmutzeintrag zu vermeiden. Wenn zur Kontrolle gerade kein Zollstock zur Hand ist, lässt sich die optimale Schnitthöhe auch mit den eigenen Sicherheitsschuhen kontrollieren. Die Grasnarbe ist dann etwas höher als die Schuhkappe. Foto: Dr. Susanne Ohl

Zur Vorbereitung der Grundfutterernte ist es sinnvoll, zunächst einen Blick auf die vergangene Erntesaison zu werfen. Was hat im letzten Jahr gut geklappt? Wie war die Qualität der Grassilage? Gab es Probleme mit Fehlgärungen oder aerobem Verderb? Welche Änderungen sind für die kommende Saison notwendig? Die Rekapitulation der grundlegenden Prozesse während der Silierung und ein kritischer Blick helfen, Fehlerquellen zu identifizieren und Verbesserungen umzusetzen.

Der optimale Schnittzeitpunkt für die Grasernte ist erreicht, wenn 50 % der Hauptbestandsbildner das Stadium Beginn des Ährenschiebens erreicht haben. Über die Wahl des Schnittzeitpunktes lassen sich die Futterwertparameter beeinflussen. Je weiter die physiologische Entwicklung des Pflanzenbestandes vorangeschritten ist, desto geringer ist der Eiweiß- und Energiegehalt und desto höher ist der Rohfasergehalt. Im Vorjahr lag der Schnittzeitpunkt im Mittel der schleswig-holsteinischen Betriebe im für die Rinderfütterung angestrebten Bereich (Rohfasergehalt 23 bis 25 %, siehe Ausgabe Bauernblatt 14 vom 10. April).

Ziel der Silagebereitung ist es, den Nährwert der Futterpflanzen weitestgehend zu erhalten. Bei der Silierung wandeln Milchsäurebakterien unter Luftabschluss pflanzliche Kohlenhydrate in organische Säuren um. Durch die daraus resultierende pH-Wert-Absenkung werden konkurrierende Mikroorganismen und die meisten Enzyme inaktiviert. Notwendige Voraussetzungen sind demnach ein ausreichender Feuchtegehalt des zu silierenden Materials, genügend vergärbarer Zucker, eine sauerstofffreie Atmosphäre und siliertaugliche Milchsäurebakterien.

Voraussetzungen für die erfolgreiche Silierung

Für Grassilagen wird ein Trockenmasse-Gehalt (TM-Gehalt) von 30 bis 40 % angestrebt. Bei feuchterem Erntegut besteht die Gefahr des Nährstoffaustrags durch Gärsaftbildung und von Fehlgärungen. Trockeneres Erntegut lässt sich schwerer verdichten und die Aktivität der Milchsäurebakterien kann aufgrund unterschiedlicher Trockentoleranz der Stämme abnehmen. Insofern ist die Schlagkraft der weiteren Erntetechnik an die Mähtechnik anzupassen, um ein zu starkes Anwelken zu verhindern.

Ohne ausreichend verfügbaren Pflanzenzucker ist keine Milchsäuregärung möglich. Für eine gute Silierbarkeit sollte der Zuckergehalt mindestens 3 % in der Frischmasse betragen. Der Zuckergehalt ist einerseits pflanzenartspezifisch, andererseits abhängig vom Schnittzeitpunkt und dem Wetter vor der Ernte. An sonnigen Tagen assimilieren die Pflanzen mithilfe der Photosynthese Zucker, nachts wird dieser veratmet. Bei Temperaturen unter 10 °C findet nur wenig Graswachstum statt und auch die biologischen Prozesse sind verlangsamt, was zu höheren Zuckergehalten führen kann.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 15/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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