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Weizenflugbrand: Anstelle der Körner bilden sich Brandbutten mit dunkelbraunen oder schwarzen Sporenmassen. Zur Zeit der Getreideblüte werden die Brandsporen mit der Luft verteilt, sodass schließlich nur noch die nackten Ährenspindeln übrig bleiben. Foto: Dr. Hans-Joachim Gleser

Im Schwerpunkt richtet sich die Saatgutbeizung gegen samenbürtige Pilzkrankheiten. Verschiedene der am Saatgut anhaftenden Krankheiten lassen sich nur durch eine Saatgutbeizung erfassen. Hierzu zählen der Steinbrand (Tilletia caries o. foetida) und der Zwergsteinbrand (Tilletia controversa) an Weizen, der Flugbrand an Weizen (Ustilago nuda f. sp. tritici) und Gerste (Ustilago nuda f. sp. hordei), der Gerstenhartbrand (Ustilago hordei), die Streifenkrankheit an Gerste (Pyrenophora graminea) und der Roggenstängelbrand (Urocystis occulta). In Beständen zur Saatgutvermehrung ist außerdem eine Flugbrandwirkung wichtig. Im Winterroggen sollte neben dem Schneeschimmel auch der Roggenstängelbrand bei der Auswahl des Beizmittels beachtet werden.

Darüber hinaus ist die Auflaufsicherung des Getreides für einen gezielten Bestandsaufbau besonders wichtig. Die Ursache für einen schlechten Feldaufgang kann vor allem in Infektionen des Saatgutes mit dem Schneeschimmelerreger Monographella nivalis oder mit Fusariumarten liegen. Von den verschiedenen Fusariosen sind insbesondere Fusarium graminearum und Fusarium culmorum von Bedeutung, die die Getreidekörner bereits während der Kornbildung auf dem Feld infizieren können (partielle Taubährigkeit).

Typhula in der Wintergerste

Eine große Bedeutung hat in der Wintergerste häufig auch die Typhulafäule. Typhula incarnata ist ein Schwächeparasit, der zu deutlichen Schäden führt, wenn die Gerste durch ungünstige Einflüsse wie Staunässe oder eine länger anhaltende Schneedecke zusätzlich geschwächt wird. Auch sehr frühe Aussaattermine können den Typhulabefall begünstigen. Rubin Plus und Vibrance Trio haben auch eine Zulassung gegen die Typhulafäule.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 33/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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